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09.03.2004

12:44 Uhr

Trend folgt den Erwartungen

Produktion stagniert im Januar

Die Firmen in Deutschland haben ihre Produktion am Jahresanfang wie erwartet kaum verändert. Das produzierende Gewerbe habe im Januar 0,1 % weniger hergestellt als im Dezember, teilte das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) am Dienstag in Berlin mit.

rtr BERLIN. Ein flaues Geschäft am Bau und in der Energiewirtschaft hat auch zum Jahresanfang einen Anstieg der Produktion in Deutschland verhindert. Die zweimonatige Stagnation stellt nach Ansicht der meisten Experten aber die erwartete allmähliche Erholung der Wirtschaft nicht in Frage. Ausschlaggebend für den minimalen Rückgang sei unter anderem das Wetter gewesen, das den Bau beeinträchtigt habe.

Analysten hatten überwiegend mit einem minimalen Anstieg der Produktion gerechnet. Sie bezeichneten es jedoch als gutes Zeichen, dass die Industrie-Betriebe im Gegensatz zu Bau- und Energiewirtschaft knapp ein Prozent mehr herstellten. „Die Produktionsdaten sind damit besser als der erste Eindruck vermittelt. Wir rechnen unverändert damit, dass in diesem Jahr vom Industriesektor Wachstumsimpulse auf die deutsche Wirtschaft ausgehen“, erklärte Postbank-Analyst Heinrich Bayer. Auch Commerzbank-Volkswirtin Elisabeth Andreae nahm den Rückgang gelassen: „Die Zahlen stehen im Einklang mit dem Szenario eines schrittweisen Anziehens der Konjunktur.“ Die Exportwirtschaft zeigte sich erleichtert, dass der Euro in den vergangenen Wochen seinen Höhenflug nicht fortgesetzt hat.

Volkswirte zeigten sich besonders erfreut, dass die Hersteller von Investitionsgütern im Januar einen deutlichen Produktionsanstieg von 1,5 % verbuchten. „Die Investitionsgüterproduktion ist weiter ordentlich - auch im längeren Vergleich ist die Nachfrage beachtlich. Der Trend geht weiter nach oben, wenn uns jetzt nicht der Euro das Geschäft verhagelt“, sagte Ulrich Hombrecher von der WestLB. Der Präsident des Bundesverbandes des deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), Anton Börner, sieht den kommenden Monaten angesichts der jüngsten Euro-Kurs-Entwicklung jedoch gelassen entgegen: „Wir sind in einer mehrmonatigen Konsolidierungsphase (...). Da kann man gut schlafen“.

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