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18.11.2014

09:41 Uhr

Trotz Konjunkturflaute

In Deutschland gibt es mehr Erwerbstätige denn je

Im Sommer ist die Zahl der Erwerbstätigen hierzulande weiter gewachsen: 42,9 Millionen Menschen hatten im dritten Quartal dieses Jahres ihren Arbeitsort in Deutschland. Zusätzliche Jobs gab es vor allem in einem Bereich.

Während die Zahl der Arbeitnehmer zulegte, nahm die der Selbstständigen ab. dpa

Während die Zahl der Arbeitnehmer zulegte, nahm die der Selbstständigen ab.

In Deutschland haben ungeachtet der Konjunkturflaute so viele Männer und Frauen einen Job wie noch nie. Im dritten Quartal wurden rund 42,9 Millionen Erwerbstätige mit Arbeitsort in der Bundesrepublik gezählt, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit. Das waren 384.000 Personen oder 0,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Wirtschaft war von Juli bis September nur um 0,1 Prozent gewachsen, nachdem sie im Frühjahr sogar geschrumpft war.

Treiber ist der Dienstleistungssektor, der von der robusten Binnenkonjunktur profitiert. Die größten Zuwächse verzeichneten hier die Bereiche Handel, Verkehr und Gastgewerbe mit 111.000 Erwerbstätigen, gefolgt von Öffentlichen Dienstleistern, Erziehung, Gesundheit (97.000) und den Unternehmensdienstleistern (89.000). Im Produzierenden Gewerbe gab es ein Plus von 36.000 Beschäftigten, im Baugewerbe von 14.000 Personen. Während die Zahl der Arbeitnehmer zulegte, nahm die der Selbstständigen um 43.000 auf 4,43 Millionen ab.

Das sind die wichtigsten Handelspartner Deutschlands

Platz 10 – Russland

Export von Waren im Wert von: 35,8 Milliarden Euro

Platz 9 – Belgien

Export von Waren im Wert von: 42,44 Milliarden Euro

Platz 8 – Polen

Export von Waren im Wert von: 42,47 Milliarden Euro

Platz 7 – Italien

Export von Waren im Wert von: 53,25 Milliarden Euro

Platz 6 – Österreich

Export von Waren im Wert von: 56,28 Milliarden Euro

Platz 5 – China

Export von Waren im Wert von: 66,91 Milliarden Euro

Platz 4 – Niederlande

Export von Waren im Wert von: 70,97 Milliarden Euro

Platz 3 – Großbritannien

Export von Waren im Wert von: 75,49 Milliarden Euro

Platz 2 – USA

Export von Waren im Wert von: 89,35Milliarden Euro

Platz 1 – Frankreich

Export von Waren im Wert von: 99,98 Milliarden Euro

alle Angaben für 2013, Quelle: Statista

Seit dem Rezessionsjahr 2009 ist die Beschäftigung spürbar gestiegen – vor allem wegen der zunehmenden Erwerbstätigkeit von Frauen und Älteren sowie der starken Zuwanderung, insbesondere aus Ost- und Südeuropa. Die Wirtschaftsweisen rechnen trotz schwacher Konjunktur mit einem weiteren Zunahme.

Die Zahl soll 2015 um 150.000 auf durchschnittlich 42,8 Millionen steigen, heißt es im Jahresgutachten für die Bundesregierung. „Mit dem Mindestlohn und der abschlagsfreien Rente mit 63 Jahren sind jedoch zwei Reformen durchgeführt worden, die dazu führen, dass die Prognose mit einiger Unsicherheit behaftet ist“, erklärten die Professoren.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

18.11.2014, 10:04 Uhr

Der demographische Wandel schlägt in Deutschland immer schneller zu. Darum gibt es immer mehr Arbeitnehmer, die in den Ruhestand entlassen werden und es gibt immer weniger Berufsanfänger. Dadurch stossen immer weniger Erwerbssuchende auf immer mehr frei werdende Arbeitsstellen. Die Kosten des deutschen Sozial Wohlstaat bleiben hoch und steigern sich von mal zu mal. Diese Situtation wird dazu führen, dass das deutsche Sozialsystem früher oder später explodiert. Und die Wirtschaftsleistung wird durch diese Ethik-Energieweende Merkel per EEG weiter und weiter geschwächt/vernichtet. Es kommen damit Mangel und Armutszeiten für die nächste Generation auf.

Herr Martin Schuster

18.11.2014, 10:18 Uhr

In Deutschland gibt es mehr Erwerbstätige denn je lautet die Überschrift. Ist das erfreulich ? oder gar gut ? Letztendlich müssen diese vielen Erwerbstätigen den immer größer werdenden Moloch Staat finanzieren und ganze Teile der EU. Auch die immer größer und mit mehr PS ausgestatteten Autos und die immer teureren Wohnungen und Häuser müssen finanziert/erarbeitet werden. Ist es eine gesunde Entwicklung, wenn Autos und Häuser immer größer aber die Familien immer kleiner werden ????
Man könnte die Überschrift auch mit einem anderen Satz fortsetzen: In Deutschland gibt es mehr Erwerbstätige denn je - ABER IMMER WENIGER KINDER . Wo das mal hinführt, das interessiert natürlich den heutigen Politiker nicht. Also machen wir weiter so, loben wir uns gegenseitig mit dem was oberflächlich betrachtet gut läuft, nach uns die Sintflut !!!!! Das Problem, daß wir unseren Kindern eine ungesicherte Zukunft hinterlassen wird sich spätestens dann, wenn alle erwerbstätig sind und kaum noch Kinder geboren werden von alleine in der demographischen Luft auflösen.

Herr Christoph Kohl

18.11.2014, 11:19 Uhr

Immer mehr Beschäftigte,das bedeutet anscheinend der demographiche Wandel greift (noch) nicht. Tendenziell müssen die Menschen dann später in 40 oder mehr Jahren halt länger arbeiten, sie sind (so lehrt die Geschichte) ja auch immer länger fit. Oder: wir sind eine reiche Gesellschaft und das Kapital muss anders eingesetzt und besteuert werden. Da mache ich mir im Moment weniger Sorgen, da ist die Politik (und somit die Gesellschaft) sehr anpassungsfähig und das meine durchaus positiv.
DAS Problem an der Sache ist, WELCHE Jobs entstehen. Die Paketzulieferer und die ganzen anderen "Dienstleistungsjobs" sind ja völlig unterbezahlt und damit kann man auch keine Familie ernähren. Nur die reine Quantität, also die Masse an Jobs, macht es auch nicht aus. Es müssen vernünftig bezahlte Jobs entstehen und hier bin ich z.B. auch bei der GDL. Warum bekommen Lokführer 2.500 brutto im Monat für einen sehr verantwortungsvollen Job? Was sollen dann Müllmänner, Friseure oder Schlachter bekommen? 1000 Euro brutto?
Das ist ein großes Problem in Deutschland, die Qualität der neuen Jobs! Da hilft der Mindestlohn nur bedingt, ist eigentlich auch viel zu gering. Selbst wenn durch einen höheren Mindestlohn Arbeitsplätze verloren gehen, z.B. 500.000 Stück, dafür aber 4 Mio. andere Arbeitnehmer vernünftig bezahlt werden, dann hat die Gesellschaft INSGESAMT mehr davon. Es wird immer nur auf Einzelfallbeisspiele abgestellt, da findet sich je nach Thema und Botschaft immer etwas.

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