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12.01.2010

16:24 Uhr

Trozt Handelsbilanzdefizit

US-Ausfuhren legen zu

Die stärkere Nachfrage nach Lebensmitteln hat den US-Exporteuren zu einem leichten Umsatzwachstum verholfen. Doch das Handelsbilanzdefizit weitete sich überraschend deutlich aus.

Der Hafen von New Orleans. Die US-Exporte steigen. ap

Der Hafen von New Orleans. Die US-Exporte steigen.

HB WASHINGTON. Die Ausfuhren legten im November um 0,9 Prozent zu, wie das US-Handelsministerium am Dienstag mitteilte. Insgesamt verkauften die Firmen Waren im Wert von 138,2 Milliarden Dollar ins Ausland, so viel wie seit einem Jahr nicht mehr. Zugleich schnellten aber die Importe um 2,6 Prozent auf 174,6 Milliarden Dollar nach oben. Das Handelsbilanzdefizit weitete sich um 9,7 Prozent auf 36,4 Milliarden Dollar aus. Analysten hatten mit einem geringeren Anstieg auf 34,8 Milliarden Dollar gerechnet.

Allein nach China verkauften US-Firmen Waren im Wert von 7,3 Milliarden Dollar – so viel wie nie zuvor. Eine Dürre in Argentinien hatte zu Engpässen bei Sojabohnen geführt, was US-Landwirte durch verstärkte Ausfuhren ausglichen. Weltweit legten die Exporte von Nahrungsmitteln, Tierfutter und Getränken spürbar zu, gefolgt von Autos und Investitionsgütern. Bei Konsumgütern und Vorleistungsgütern gab es dagegen leichte Rückschläge.

Das US-Handelsbilanzdefizit wird an den Märkten mit großer Aufmerksamkeit beobachtet. Weil die USA mehr konsumieren als sie produzieren, muss die Lücke durch massive Kapitalzuflüsse aus dem Ausland geschlossen werden. Bleiben diese aus, droht eine Dollar-Abwertung mit entsprechenden Auswirkungen für die Weltwirtschaft.

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