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20.08.2011

12:09 Uhr

Über 3 Prozent

Arbeitgeber rechnen mit Traumwachstum

Wegen der guten Auftragslage in wichtigen Wirtschaftszweigen in Deutschland rechnet Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt mit einem BIP-Plus von über drei Prozent und weniger Arbeitslosen. Auch andere teilen den Optimismus.

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt. dpa

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt.

BerlinTrotz Euro-Schuldenkrise und Turbulenzen an den Börsen glauben Experten noch nicht an ein Ende des deutschen Wirtschaftsaufschwungs. „Ich gehe davon aus, dass wir für das Gesamtjahr ein Wachstum von mehr als drei Prozent verzeichnen werden“, sagte Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt dem „Hamburger Abendblatt“. „Unsere Konjunkturdaten zeigen, dass wichtige Wirtschaftszweige - die Automobil- und Zulieferindustrie, der Maschinenbau und die chemische Industrie - stark bleiben“, betonte der Chef der Bundesvereinigung deutscher Arbeitgeberverbände (BDA).

Die Dynamik der deutschen Wirtschaft hatte sich im zweiten Quartal deutlich abgeschwächt, das Wachstum lag im Vergleich zum Jahresanfang (1,3 Prozent) nur noch bei 0,1 Prozent. Volkswirte hatten ein Plus von bis zu 0,5 Prozent erwartet. Als Gründe gelten die Schuldenkrise im Euroraum und die schwächelnde US-Konjunktur.

Auf dem deutschen Arbeitsmarkt bleibe die Lage aber weiter entspannt, betonte Hundt. „Wir werden in diesem Jahr deutlich unter drei Millionen (Arbeitslosen) bleiben.“ Für 2012 halte er es sogar für denkbar, dass die Arbeitslosenzahl vorübergehend auf 2,6 Millionen sinkt - wenn die Konjunktur stabil bleibt.

Arbeitsagentur: Arbeitsmarkt erholt sich weiter

Dieser Einschätzung schließt sich die Bundesagentur für Arbeit (BA) an. „Die jüngsten Ereignisse zeigen, dass es weiter Risiken für den Arbeitsmarkt gibt. Wir bleiben aber bei unserer Einschätzung, dass sich der Arbeitsmarkt dieses und nächstes Jahr günstig entwickelt“, sagte BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise der dpa. Die Exportaussichten der deutschen Industrie seien weiter gut, die Binnenkonjunktur stabil und die Unternehmen dadurch weiterhin bereit, neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Zwar werde sich der Job-Aufschwung 2012 nicht mehr im bisherigen Tempo fortsetzen. „Wir sehen aber auch nach den Turbulenzen an den Finanzmärkten derzeit keinen Anlass, von unserem bisherigen Korridor für nächstes Jahr abzuweichen“, sagte Weise. Danach würde die Arbeitslosigkeit im Durchschnitt auf 2,7 Millionen sinken - das wären im Jahresschnitt rund 200.000 weniger Jobsucher als 2011. Was dem Arbeitsmarkt neben der guten Konjunktur helfe, sei die wachsende Sorge vieler Unternehmen vor einem Fachkräftemangel. Jeder Firmenchef sei daher bestrebt, qualifizierte Mitarbeiter zu halten.

Aus Sicht der Einzelhandelsbranche lassen sich auch die Verbraucher durch die Börsenkrise nicht vom Geldausgeben abhalten. „Die deutschen Konsumenten trotzen bisher allen Krisen, ihre Kauflaune ist stabil. Daher rechnen wir im Einzelhandel weiterhin mit einem Wachstum von rund 1,5 Prozent für das Gesamtjahr 2011“, sagte Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), der „Wirtschaftswoche“.

Ifo: Energiewende bremst Wirtschaftswachstum

Nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung hat unter anderem die Energiewende der Bundesregierung die Konjunktur im zweiten Quartal gebremst. Die Energieerzeugung sei durch das Atom-Moratorium auf den tiefsten Wert seit 1991 gefallen, schreibt das Blatt unter Berufung auf Daten des Statistischen Bundesamtes und des Münchner ifo-Instituts. Das Stilllegen der sieben Atommeiler habe das Wachstum nach ifo-Schätzungen im zweiten Quartal von 0,3 Prozent auf 0,1 Prozent gedrückt.

Von

rtr

Kommentare (48)

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Pendler

20.08.2011, 12:32 Uhr

Und was haben wir davon?????

Wenn das so weiter geht, landet das Geld eh wieder in den Dolce-Vita Staaten als EURO-BOND

Ergo

20.08.2011, 12:54 Uhr

Die richtigen Nachrichten zur rechten Zeit,danke.
Gestern,als ich die Weltuntergangskommentare zur Eurokrise
gelesen habe,und das daran ausgerchnet unsere Führungselite dran schuld ist,kam schon leicht Panik auf,
was denn nun werden soll.Nun ist ist aber wieder alles gut.Danke Herr Hundt.Ich werden in meinem Betrieb beantragen,daß ich 10% weniger Lohn habeen darf um auch
etwas dazu beizutragen.

Account gelöscht!

20.08.2011, 12:57 Uhr

Ja Herr Hundt, leider sind die Arbeitsplätze nicht in Deuschland und von einer Rezession haben sie auch noch nichts gehört.

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