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20.01.2011

03:50 Uhr

Überhitzungsgefahr

Chinas Wirtschaft wächst wieder mehr als zehn Prozent

VonFinn Mayer-Kuckuk

Die Regierung in Peking hat ihre Wachstumsdaten für 2010 veröffentlicht - und kann trotz Konjunkturgerfahren in den USA und Europa wieder mit einem zweistelligen BIP-Zuwachs angeben. Doch der hohe Wert gilt Experten auch als Warnsignal für die mögliche Bildung einer Blase.

Wachstumsmetropole Shanghai: neue BIP-Rekorde. dpa

Wachstumsmetropole Shanghai: neue BIP-Rekorde.

HB PEKING. Die chinesische Wirtschaft ist im vergangenen Jahr um 10,3 Prozent gewachsen. Der Zuwachs der Bruttoinlandprodukts habe im vierten Quartal noch einmal beschleunigt, teilte das nationale Statistikamt am Donnerstagvormittag in Peking mit.

Ökonomen hatten mit einem Wachstum zwischen neun und zehn Prozent gerechnet - der tatsächliche Wert hat also wieder einmal die Erwartungen übertroffen. China hat damit fast sicher seine Position als zweitgrößter Volkswirtschaft der Welt verteidig. Nur noch die USA haben eine höhere Wirtschaftsleistung. Auf den Plätzen drei und vier folgen Deutschland und Japan.

Für 2011 erwarten Konjunkturexperten eine leichte Abschwächung des BIP-Zuwachses, aber immer noch ein sattes Plus zwischen acht und zehn Prozent. "Auch im laufenden Jahr ist sattes Wachstum so gut wie gesichert. Sorge macht eher die steigende Inflation", sagt Zhuang Jian von der Asian Development Bank in Peking.

Im Dezember lag die Inflation laut Statistikamt bei 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Für das Gesamtjahr kam die Teurungsrate auf 3,3 Prozent.

Die Hauptsorge der Experten gilt nun einer Überhitzung der Wirtschaft durch zuviel Liquidität. Um die eigene Konjunktur vor der Weltwirtschaftskrise zu retten, hatte Peking vor zwei Jahren ein Stützungsprogramm in Höhe von 460 Milliarden Euro aufgelegt und zusätzlich fast zwei Billionen Euro an Bankkrediten vergeben lassen.

Kommentare (4)

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Zentralistische Wirtschaftsentwicklung von Deutschland angestrebt

20.01.2011, 07:11 Uhr

Während wir Europäer das gesetzt des Stärkeren oder der eigenen Verantwortung oder des jeder für sich und Gott für alle anwenden, weil für Deutschland von Vorteil, schafft China Fakten.
Wird Deutschland durch den National-Egoismus, Europa wieder ins Unglück stürzen?
Europa hat nur dann eine Chance wenn eine Harmonisierung der Wirtschaften gelingt.
Zur Zeit aber wird eine zentralistische Wirtschaftsentwicklung von Deutschland, mir französischer Unterstützung, angestrebt.
Dadurch veröden ganze Landstriche in Europa

Deutschland erwägt eine Umschuldung Griechenlands,

20.01.2011, 07:48 Uhr

Deutschland soll gar nicht erwägen, die EU-Mitglieder gemeinsam sollen eine Lösung finden. Die angestrebte deutsche Vormachtstellung würde langfristig zu noch mehr Probleme führen, wie jetzt schon der Fall durch die bisherige deutsch-französische Vormachtstellung.
Frankreich und Deutschland haben praktisch im Alleingang die EU-Regeln im eigenen interesse diktiert, eine schlechte Erfahrung dürfte wohl reichen! Wollen wir wirklich die Zukunft Europas für deutsche kurzfristige interesse opfern?

genau

20.01.2011, 08:39 Uhr

Zu 1....ich bin auch dafür, dass wir in Deutschland in Zukunft Ziegenkäse produzieren und uns zur Mittagszeit bei einer Siesta die Sonne auf den bauch scheinen lassen....
könnt ihr hier ja gerne machen! viel spass bei eurer sozialistischen Transferunion....
ich bin jedenfalls auf dem Weg nach china, wieder mal ein ingenieur weniger in deutschland...

tschüss deutschland
tschüss kann man übrigens auf chinesisch mit qu si vom wortlaut her transferieren, was so viel bedeutet wie "geh sterben")

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