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23.09.2013

10:07 Uhr

Umfrage

Deutsche Wirtschaft gewinnt im September an Schwung

Die deutsche Wirtschaft setzt ihren Erfolgskurs fort. Der Einkaufsmanagerindex steigt so hoch wie seit über einem halben Jahr nicht. Der Gewinner sind vor allem Service-Firmen. Die Industrie hingegen enttäuscht.

Die Sonne geht in Hamburg hinter Hafenkränen unter. Die deutsche Wirtschaft bleibt laut Markit-Einkaufsmanagerindex weiterhin auf Erfolgskurs. dpa

Die Sonne geht in Hamburg hinter Hafenkränen unter. Die deutsche Wirtschaft bleibt laut Markit-Einkaufsmanagerindex weiterhin auf Erfolgskurs.

BerlinDie deutsche Wirtschaft hat im September an Schwung gewonnen. Dies geht aus einer am Montag veröffentlichten Umfrage unter knapp 1000 Dienstleistern und Industriefirmen hervor. Der Markit-Einkaufsmanagerindex, der die Entwicklung beider Sektoren zusammenfasst, stieg um 0,3 auf 53,8 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit Januar. Das Barometer signalisiert ab 50 Zählern Wachstum. „Die deutsche Wirtschaft bleibt im September deutlich auf Erholungskurs“, sagte Markit-Ökonom Tim Moore. „Ihre stärker werdende Leistung sollte weiter auf die Euro-Zone ausstrahlen.“ Positive Signale aus Deutschland seien derzeit auch wichtig für die globale Wirtschaftsstimmung. Denn in den Schwellenländern laufe es momentan nicht so gut.

Vor allem die deutschen Service-Firmen konnten zum Ende des dritten Quartals weiter zulegen. Ihr Neugeschäft legte so stark zu wie seit acht Monaten nicht und sie stellten unterm Strich verstärkt Mitarbeiter ein. Der Index für die Dienstleister kletterte um 1,6 auf 54,4 Punkte. Von Reuters befragte Analysten hatten nur mit einem Anstieg auf 53,1 Zähler gerechnet.

Auch in der Industrie liefen die Geschäfte gut, aber das Wachstum ließ im Vergleich zum August etwas nach. Denn die Produktion stieg nicht mehr ganz so stark und die Neuaufträge zogen auch nicht mehr so kräftig an wie im Vormonat. Per Saldo bauten die Betriebe weiter Jobs ab. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie sank leicht um 0,5 auf 51,3 Punkte. Ökonomen hatten eine Plus auf 52,2 Zähler erwartet.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Schnoerkel

23.09.2013, 11:03 Uhr

Service-Firmen, was heisst das dann im Klartext, dass die Prostitution in Deutschland blüht? Und der Staat als Zuhälter auch was dran verdient?

Na dann sind wir ja beruhigt.

Thatcher machte schon den Kardinalfehler auf Dienstleistung zu setzen.
Wenn was zählt, dann ist das Produktion. Dienstleistung ist ein Schnörkel und bricht als erstes ein, wenn es schlecht geht.

Treudoof

23.09.2013, 11:53 Uhr

Sklaventreiber wollten wir nicht schreiben?
Was bitte sind noch "Dienstleister"?
Ich lese nur immer das alle möglichen, exportorientierten Firmen Stellen abbauen. Stahl, Elektronik,Bau alles entlässt Leute im 3 stelligem Bereich?
Autos werden mittlerweile auch zu Ladenhütern - also wer sind diese angeblichen Dienstleister? Hausverwaltungen und Pflegeheime?

Account gelöscht!

23.09.2013, 12:52 Uhr

Cortalconsors News vom 23.09.13 / Dow Jones newswires

Die deutsche Wirtschaft hat das im zweiten Quartal angeschlagene Wachstumstempo nach Einschätzung der Bundesbank am Beginn des dritten Quartals nicht halten können. Wie aus ihrem aktuellen Monatsbericht hervor geht, rechnet die Bundesbank aber trotzdem mit anhaltendem Wirtschaftswachstum und sieht Anhaltspunkte für eine "Bodenbildung" bei den Investitionen. "Die deutsche Wirtschaft hat zu Beginn des Sommers 2013 den Schwung aus dem Frühjahr nicht gehalten", konstatiert die Bundesbank.

Anscheinend ist man sich nicht einig welche Zahlen man benutzen will.

Komme mir vor wie beim Rechner, der wegen einer ausgeglichenen Handelsbilanz Griechenland gesund reden will.

Schönen Tag noch.

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