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05.11.2013

10:42 Uhr

Umfrage

Die Deutschen sind im Weihnachtskaufrausch

Das Weihnachtsgeschäft steht vor der Tür – und das Portemonnaie der Deutschen sitzt so locker wie lange nicht mehr, besagt eine aktuelle Umfrage. Mit guten Aussichten für die Händler.

Shoppen für Weihnachten: Zum Start des wichtigen Weihnachtsgeschäfts sind die Deutschen in Kauflaune. dpa

Shoppen für Weihnachten: Zum Start des wichtigen Weihnachtsgeschäfts sind die Deutschen in Kauflaune.

DüsseldorfGute Nachrichten für den deutschen Einzelhandel: Zum Start des wichtigen Weihnachtsgeschäfts sind die Deutschen in Kauflaune. Angesichts steigender Löhne und guter Konjunkturaussichten wollen sie in diesem Jahr soviel Geld ausgeben wie lange nicht mehr. Nach einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young) beträgt das durchschnittliche Geschenkbudget 273 Euro. Das wären 43 Euro oder 19 Prozent mehr als im Vorjahr.

„Die Händler in Deutschland dürfen sich auf ein gutes Weihnachtsgeschäft freuen“, kommentiert EY-Handelsexperte Thomas Harms die Zahlen. Das Portemonnaie sitze so locker wie lange nicht mehr. „Die Händler dürften im diesjährigen Weihnachtsgeschäft ein ordentliches Plus einfahren“, glaubt Harms.

Kundenrechte abseits der Gewährleistung

Umtausch bei Bestellungen

Bestellen Kunden im Internet, per Post oder telefonisch, gilt das Fernabsatzgesetz – § 312 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB). Die Ware darf dann innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zurückgeben werden. Der Händler muss den Kaufpreis erstatten, das Ausstellen eines Gutscheins ist nicht erlaubt.

Ausnahmen des Widerrufsrechts

Auch bei Fernabsatzverträgen hat der Kunde kein uneingeschränktes Widerrufsrecht. Es gilt laut Paragraph 312d BGB beispielsweise nicht für Waren, die nach Kundenspezifikation angefertigt werden, die auf Grund ihrer Beschaffenheit nicht für eine Rücksendung geeignet sind oder schnell verderben können oder deren Verfalldatum überschritten wurde.

Umtausch beim Einkauf im Laden

Bei Einkäufen im Laden gibt es kein gesetzlich verankertes Recht auf Umtausch. Insbesondere bei Bekleidungsgeschäften ist es jedoch die Regel, dass Kunden die ungetragene Ware innerhalb von zwei bis vier Wochen zurückgeben können.

Geld zurück beim Umtausch?

Wer im Laden etwas umtauschen möchte, hat keinen gesetzlichen Anspruch darauf, sein Geld bar zurück zu bekommen. Da der Händler der Rückgabe freiwillig zustimmt, darf er auch einen Gutschein ausstellen.

Ähnlich schätzt auch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) das Konsumklima in Deutschland ein. Die Kauflaune sein ungebrochen und die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen ausgesprochen hoch. Gleichzeitig sei die Sparneigung angesichts der niedrigen Zinsen gering, heißt es im jüngsten Konsumklimabericht der GfK.

Angesichts der stabilen Arbeitsmarktsituation wächst offenbar auch wieder die Bereitschaft, größere Anschaffungen auf Pump zu finanzieren. Nach einer Umfrage der GfK nutzen derzeit etwa 33 Prozent der Haushalte einen Ratenkredit für größere Anschaffungen, wie beispielsweise ein Auto, eine Küche oder ein Fernsehgerät. Vor einem Jahr waren es erst 29 Prozent.

Kommentare (2)

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isenbarth

05.11.2013, 11:48 Uhr

Meine Familie wird dem Rausch nicht unterliegen. Wir müssen die hohen Strompreise und teure Heizung bezahlen. Da bleibt kein Kaufrausch! Wie kann man so einen Quatsch schreiben? Auch die Medien wollen die Realität nicht sehen. Leider.

Orakel

05.11.2013, 12:10 Uhr

Ich verstehe den Artikel auch nicht. Es mag ja noch den einen oder anderen geben, der nicht so aufs Geld schauen muss. Aber die breite Masse ist doch derweil so geschröpft, dass für Konsum kaum noch etwas übrig bleibt. Aber das sieht ja niemand. Noch nicht! Statt dessen wird noch über eine PKW-Maut diskutiert. Immer noch einen oben drauf setzen. Langsam frage ich mich, warum man überhaupt noch arbeiten geht. Für schöne Geschenke sicher nicht, denn dafür reicht es schon lange nicht mehr.

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