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21.02.2017

11:59 Uhr

Umfrage

Euro-Zone mit stärkstem Wirtschaftswachstum seit 2011

Laut einer Umfrage des Instituts IHS Markit laufen die Geschäfte der Unternehmen in der Euro-Zone so gut wie seit sechs Jahren nicht mehr. Die Wachstumsdynamik könnte in den kommenden Monaten sogar noch steigen.

In der Industrie sorgten die anziehende Nachfrage und der schwache Euro für die stärksten Exportaufträge seit fast sechs Jahren. dpa

Wirtschaftswachstum zieht an

In der Industrie sorgten die anziehende Nachfrage und der schwache Euro für die stärksten Exportaufträge seit fast sechs Jahren.

BerlinDie Geschäfte der Unternehmen in der Euro-Zone laufen im Februar durch den Aufschwung in Deutschland und Frankreich so gut wie seit knapp sechs Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft – Industrie und Dienstleister zusammen – kletterte um 1,6 auf 56,0 Punkte, wie das Institut IHS Markit am Dienstag zu seiner Umfrage unter 5.000 Unternehmen mitteilte. Das ist der beste Wert seit April 2011. Ökonomen hatten einen leichten Rückgang erwartet. Bereits ab 50 Zählern signalisiert das Barometer Wachstum. „Die Euro-Zone hat im Februar einen Gang hochgeschaltet“, sagte der Chefvolkswirt von IHS Markit, Chris Williamson.

Halte das Tempo im März an, könne das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal mit 0,6 Prozent schneller wachsen als Ende 2016 mit 0,4 Prozent. „Da auch der Auftragseingang boomt und die Geschäftsaussichten binnen Jahresfrist immer optimistischer werden, könnte die Wachstumsdynamik in den kommenden Monaten sogar weiter steigen“, sagte Williamson. In der Industrie sorgten die anziehende Nachfrage und der schwache Euro für die stärksten Exportaufträge seit fast sechs Jahren. Die Unternehmen beider Sektoren stockten deshalb ihre Belegschaften so kräftig auf wie seit August 2007 nicht mehr. Zugenommen hat der Preisdruck: Die Einkaufspreise kletterten so schnell wie seit fast sechs Jahren nicht, auch die Verkaufspreise wurden angehoben.

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In Frankreich und Deutschland fiel das Wachstum besonders robust aus. Hier legten jeweils auch die Aufträge stark zu, ebenso die Beschäftigung. „Frankreichs Aufschwung ist der heiß ersehnte Wachstumsimpuls für die gesamte Euro-Zone, womit jetzt vieles dafür spricht, dass es mit der Währungsunion nachhaltig aufwärtsgehen dürfte“, sagte Williamson.

Die gute Konjunktur treibt in Deutschland auch die Zahl der offenen Stellen auf den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Im vierten Quartal 2016 gab es bundesweit 1,044 Millionen unbesetzte Jobs, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Dienstag mitteilte. Dies sei ein Anstieg zum Sommer um rund 80.000 und binnen Jahresfrist ein Plus von 6000. Im Westen waren gut 801.000 offene Stellen zu vergeben, im Osten gut 242.000. „Die Ergebnisse zeigen eine anhaltend gute und robuste Arbeitsmarktnachfrage in ganz Deutschland“, sagte IAB-Experte Alexander Kubis. Gesucht würden vor allem Jobs in der Pflege sowie im naturwissenschaftlichen und technischen Bereich.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

21.02.2017, 10:56 Uhr

Und immer wieder diese Durchhalteparolen...stärkstes Wirtschaftswachtum seit 2011.

1. Auf was baiert die Wachstumsannahme (mehr Kriminalität, Drogenhandel oder Prostitution)?
2. Seit 2011.....also seit 6 Jahren mal wieder ein ein guter Start für Firmen?

Herr Toni Ebert

21.02.2017, 11:23 Uhr

Tatsache ist, dass es seit 4.2015 mit dem DAX abwärts geht.
Tatsache ist, dass der DJI ständig neue Höhen erreicht (Trump Effekt)

Nur die Börse, der DAX,.. ist ehrlich und Mr. Trump.

Man sollte wirklich nur den Börsen und Mr. Trump glauben.

Account gelöscht!

21.02.2017, 11:56 Uhr

Es sind ja auch noch die 'Babyboomer' mit an Bord.

Spannend dürfte es in diesem Land und dann mit der Wirtschaft werden, wenn diese nun sukzessive in den nächsten 10 bis 15 Jahren endgültig von Bord gegangen sind.

Und wer stattdessen an Bord geht, sollte man schon wissen.

Aber damit ist selbst die Ägide der Politiker und auch Journalisten, Redakteure etc.pp. leicht überfordert.


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