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07.01.2004

21:45 Uhr

Uneinigkeit über Folgen für Export

Euro-Höhenflug spaltet die Expertengemeinde

Die Folgen des jüngsten Euro-Anstiegs für die deutsche Exportwirtschaft werden derzeit heftig diskutiert. Mancher fordert eine Zinssenkung in der Euro-Zone. Vertreter von Politik, Wirtschaft und Europäischer Zentralbank (EZB) schätzen die Lage jedoch weiter unterschiedlich ein.

HB BERLIN. Während sich Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) und Notenbanker optimistisch zu den Exportaussichten äußerten, sieht der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) die Schmerzgrenze bereits überschritten.

Die starke deutsche Exportwirtschaft werde die Euro-Stärke schon meistern, sagte Clement am Mittwoch in Berlin. Auch Bundesbankpräsident Ernst Welteke zeigte sich zuversichtlich, dass die Wirtschaft für den hohen Wechselkurs gerüstet sei. Etwas zurückhaltender äußerte sich der Bundesbank-Vizepräsident Jürgen Stark, der auf mögliche Risiken eines andauernden Euro-Anstieg hinwies, zugleich aber davor warnte, die Folgen der Wechselkursveränderungen überzubewerten.

BDI-Präsident Rogowski dagegen sagte, etwa im Maschinenbau verlören deutsche Firmen bereits Aufträge. Der Wirtschaftsweise Bert Rürup hält den derzeitigen Euro-Kurs ebenfalls für eine Gefahr, da dieser auch Exporte in andere Länder der Euro-Zone beeinträchtige.

Am Dienstag hatte der Euro bei Kursen über 1,28 Dollar ein neues Rekordhoch markiert. Am Mittwochabend kostete ein Euro 1,2667 Dollar.

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