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25.11.2014

09:22 Uhr

Unerwartete Entwicklung

Stimmung in französischer Industrie gestiegen

Unerwartet aufgehellt hat sich die Stimmung in der französischen Industrie. Die Erholung kommt allerdings nur schleppend voran, für 2014 sagt die EU-Kommission nur ein Wachstum von 0,3 Prozent voraus.

Frankreichs Staats-Chef Francois Hollande bei Feierlichkeiten im November in Paris. Nach zwei Quartalen ohne Wachstum war die nach Deutschland zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone im Sommer um überraschend kräftige 0,3 Prozent gewachsen. dpa

Frankreichs Staats-Chef Francois Hollande bei Feierlichkeiten im November in Paris. Nach zwei Quartalen ohne Wachstum war die nach Deutschland zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone im Sommer um überraschend kräftige 0,3 Prozent gewachsen.

ParisDie Stimmung in der französischen Industrie hat sich im November unerwartet aufgehellt. Das Barometer kletterte von 98 auf 99 Punkte, wie das Statistikamt Insee am Dienstag in Paris mitteilte.

Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten einen Rückgang auf 97 Zähler vorhergesagt. Allerdings liegt der Index noch immer unter seinem langfristigen Durchschnittswert von 100 Punkten.

Das Barometer für die gesamte Wirtschaft legte um drei auf 94 Zähler zu.

Warum Frankreich in der Krise steckt

Arbeitslosigkeit

Eines der sichtbarsten Probleme ist die Arbeitslosigkeit im Land. Sie bewegt sich seit Monaten auf Rekordniveau. Zuletzt waren fast 3,4 Millionen Menschen ohne Job. Damit liegt die Quote fast doppelt so hoch wie in Deutschland.

Wachstum

Gleichzeitig kommt das Wachstum in der nach Deutschland zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone nicht in Gang. In den ersten beiden Quartalen dieses Jahres stagnierte die Wirtschaft sogar.

Handelsdefizit

Zudem hat Frankreich eine negative Bilanz beim Austausch mit anderen Wirtschaftsnationen. Das Außenhandelsdefizit lag im ersten Halbjahr 2014 bei 29,2 Milliarden Euro.

Sparprogramm

Im Kampf gegen die Krise hat sich die Regierung ein Sparprogramm vorgenommen. Bis 2017 plant Paris Einsparungen in Höhe von 50 Milliarden Euro.

Neuverschuldung

Es ist fraglich, ob Frankreich wie zugesagt im kommenden Jahr das EU-Defizitkriterium wird einhalten können. Demnach darf die Neuverschuldung nicht mehr als drei Prozent der Wirtschaftskraft betragen. An dieser Hürde war Frankreich in den vergangenen Jahren stets gescheitert.

Nach zwei Quartalen ohne Wachstum war die nach Deutschland zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone im Sommer um überraschend kräftige 0,3 Prozent gewachsen. Dennoch kommt die Erholung nur schleppend voran. Für 2014 sagt die EU-Kommission nur ein Wachstum von 0,3 Prozent voraus, für 2015 von 0,7 Prozent.

Von

rtr

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