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26.01.2005

10:37 Uhr

Unerwarteter Anstieg

Ifo-Index: Stimmung in der Wirtschaft hellt sich auf

Anders als erwartet hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft zum Jahresauftakt etwas verbessert. Dabei beurteilten die rund 7 000 befragten Firmen ihre Lage etwas ungünstiger, die Aussicht auf künftige Geschäfte aber optimistischer.

HB MÜNCHEN. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Januar auf 96,4 von 96,2 Zählern im Vormonat, wie das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) am Mittwoch mitteilte. „Die verbesserten Aussichten sprechen für eine Fortsetzung des Aufschwungs, unterstützt von einer etwas kräftigeren Binnennachfrage,“ erklärte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang des Index auf 96,0 Punkte gerechnet. Der Index für die aktuelle Lage sank auf 95,3 von 96 Punkten; die Teilkomponente für die Geschäftserwartungen stieg auf 97,6 von revidiert 96,5 Zählern.

Nahezu unverändert sei das Geschäftsklima im verarbeitenden Gewerbe geblieben, erklärte das Ifo. Die aktuelle Lage blieb stabil, die Erwartungen gingen hingegen etwas zurück. „Im Bauhauptgewerbe, im Einzel- und im Großhandel ist der Geschäftsklimaindex jeweils leicht gestiegen.“

Wirtschaftliche Schwächephase noch nicht vorüber

Die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in Deutschland ist nach Einschätzung von Ifo-Konjunkturexperte Klaus Abberger noch nicht ganz überwunden. „Die Lageverschlechterung zeigt, dass die Schwächephase noch nicht vollständig überwunden ist - aber es ist nur eine Phase“, sagte Abberger am Mittwoch. Darauf deute die Verbesserung der Geschäftserwartungen bei gleichzeitiger Verschlechterung der Geschäftslage bei der jüngsten Ifo-Umfrage hin.

Trotz der Eintrübung der Exporterwartungen seien die Firmen nicht pessimistischer geworden, sagte Abberger. „Dies deutet darauf hin, dass das Inlandsgeschäft die erwartete Abschwächung beim Export zumindest teilweise ausgleichen kann“, sagte Abberger. Ifo-Volkswirt Gernot Nerb sagte zudem dem Fernsehsender Bloomberg TV: „Es sieht so aus, als sollten die inländischen Investitionen etwas mehr in Gang kommen.“ Der starke Euro habe die Exporterwartungen etwas gedämpft, die stärkere Zuversicht über die Binnennachfrage habe allerdings überwogen.

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