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14.03.2006

12:27 Uhr

US-Getränkemarkt

Amerikaner entdecken den deutschen Wein

Der US-Getränkemarkt expandiert stetig. Zu den neusten Trends gehören so genannte "New Age"-Getränke aus Soja und Milch. Aber auch der deutsche Wein steht bei den Amerikanern wieder hoch im Kurs. Die Lieferfirmen hierzulande profitieren vom wachsenden Durst der Verbraucher.

In den USA haben die Verbraucher den deutschen Wein wiederentdeckt. Foto: dpa

In den USA haben die Verbraucher den deutschen Wein wiederentdeckt. Foto: dpa

SAN FRANCISCO. Der immense, sehr ausgereifte US-Getränkemarkt wird nach Einschätzung von Experten auch mittel- und längerfristig kontinuierlich zulegen. Dazu trägt das Wachstum der Bevölkerung ebenso bei wie die Zunahme des Pro-Kopf-Verbrauchs, aber auch Preissteigerungen. Marktforscher prognostizieren laut Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai) von 2004 bis 2008 eine Zunahme des Auslieferungswertes von Getränken um 14% auf 82,0 Mrd. US-Dollar bei Preissteigerungen von 11% und von 2009 bis 2013 ein beschleunigtes Wachstum um 16% auf 95,0 Mrd. US-Dollar bei Preissteigerungen um 10%.

Die bei weitem höchste Wachstumsrate weisen nichtalkoholische Getränke auf. Dabei handelt es sich hauptsächlich um in Flaschen abgefülltes Wasser. Immer beliebter werden ferner "New Age Non-Carbonated Beverages", mit denen 2004 bereits ein Umsatz von 3,4 Mrd. US-Dollar erzielt wurde. Dazu gehören Energie-Getränke, Fruchtsäfte und -getränke, Milch- und Milchersatzgetränke (wie Soja-"Milch"-Getränke) sowie Tee in Flaschen und Dosen.

Unter den alkoholischen Getränken legen Spirituosen und Wein überdurchschnittlich zu. Der Verbrauch von Spirituosen erhöhte sich 2005 um 2,7% auf 170,0 Mio. 9-l-Kartons (je 12 Flaschen zu 0,75 l) zu. Der Weinkonsum kletterte um 2,2% auf 273,9 Mio. 9-l-Kartons. Vom Aufwärtstrend profitieren besonders ausländische Anbieter, die Marktanteile erobern. Deutsche Lieferfirmen legen überproportional zu.

Der Biermarkt dagegen schrumpft. Der Konsum nahm 2005 um 0,5% auf 2,83 Mrd. 2,25-Gallonen-Kästen ab. Dies betraf jedoch nur die 21 Groß- und 13 regionalen Brauereien, deren Ausstoß nach Angaben der Brewers Association von Januar bis Juli 2005 um 2,0% im Zwölfmonatsvergleich sank. Dagegen konnten die 1334 kleinen "craft breweries" mit reinen Hopfen- und Malzbieren 2005 einen geschätzten Mengenzuwachs von 9,0% erzielen und erwiesen sich damit im zweiten Jahr in Folge als dynamischstes Segment der US-Industrie für alkoholische Getränke. Dieser Trend bietet nach Einschätzung aus Branchenkreisen auch Marktchancen für hochwertige deutsche Markenbiere.

Weitere Informationen finden Sie bei der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai).

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