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05.05.2017

17:21 Uhr

US-Konjunktur

Arbeitslosigkeit auf Zehn-Jahres-Tief

Der US-Arbeitsmarkt scheint die Finanzkrise endgültig überwunden zu haben. Die Arbeitslosenquote liegt so niedrig wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die Folge könnten bald höhere Zinsen sein.

Ein Arbeitssuchender wird ein einem Jobcenter in New York von einem Mitarbeiter beraten. Die Arbeitslosigkeit ist in den USA auf einem Zehn-Jahres-Tief. dpa

US-Jobcenter

Ein Arbeitssuchender wird ein einem Jobcenter in New York von einem Mitarbeiter beraten. Die Arbeitslosigkeit ist in den USA auf einem Zehn-Jahres-Tief.

WashingtonDie Arbeitslosigkeit in den USA ist auf einem Zehn-Jahres-Tief angekommen. Die Arbeitslosenquote betrug im April 4,4 Prozent - so niedrig war sie zuletzt im Frühjahr 2007, kurz vor Beginn der Finanzkrise. Im März hatte die Arbeitslosenquote bei 4,5 Prozent gelegen, wie das Arbeitsministerium am Freitag mitteilte. Damals waren nur 79 000 Stellen hinzugekommen, eine kurze Durststrecke inmitten des US-Jobwunders.

Vor einem Jahr lag sie noch 5,0 Prozent. Im April kamen den Angaben zufolge 211 000 Jobs neu hinzu, im Jahresvergleich sogar 854 000. Allerdings weisen Experten darauf hin, dass die „wahre“ Arbeitslosenquote, die auch diejenigen einschließt, die gar nicht mehr nach Jobs suchen und die gegen ihren Willen Teilzeit arbeiten, bei 8,6 Prozent liegen würde. Auch die Löhne seien leicht gestiegen. Der durchschnittliche Stundenlohn lag im April um 0,3 Prozent höher als im März und um 2,5 Prozent höher als vor einem Jahr. Damit wurden die Erwartungen nicht ganz erfüllt.

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Damit wird auch eine Anhebung der Zinsen der US-Notenbank Federal Reserve, für die die Arbeitslosigkeit neben der Inflation wichtigster Indikator ist, bereits im Juni wahrscheinlicher. Die Fed will im laufenden Jahr noch zwei Schritte hin zu einer Normalisierung der Geldpolitik gehen. Die Zinsen sind seit der Finanzkrise extrem niedrig, auch wenn seit Dezember 2015 drei moderate Erhöhungsschritte stattgefunden haben.

Von

dpa

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