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08.05.2015

16:11 Uhr

US-Konjunktur

Arbeitsmarkt nimmt wieder an Fahrt auf

Die US-Arbeitslosenquote ist auf den niedrigsten Stand seit 2008 gesunken. Jobs entstanden vor allem im Dienstleistungsbereich, in der Gesundheits- und der Baubranche. Die Entwicklung könnte auch die Fed beeinflussen.

Markus Koch exklusiv

US-Notenbank: Wann kommt die Zinswende?

Markus Koch exklusiv: US-Notenbank: Wann kommt die Zinswende?

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WashingtonDer Arbeitsmarkt in den USA hat nach einem Durchhänger zum Jahresbeginn im April wieder an Fahrt aufgenommen. Wie das Arbeitsministerium in Washington am Freitag mitteilte, sank die Arbeitslosenquote im vergangenen Monat um 0,1 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent - den niedrigsten Stand seit Mai 2008. Die US-Wirtschaft schuf 223.000 zusätzliche Stellen und übertraf damit die Erwartungen der Experten, die mit einem Plus von rund 218.000 Arbeitsplätzen gerechnet hatten.

Die Arbeitslosigkeit wird in den USA auf Grundlage einer Erhebung in den Haushalten berechnet, bei der Stellenzahl stützt sich das Arbeitsministerium auf eine Unternehmensumfrage. Neue Jobs entstanden demnach vor allem im Dienstleistungsbereich, in der Gesundheitsbranche und im Bausektor. Die Zahl der im März geschaffenen Stellen wurde dagegen noch einmal auf nur 85.000 nach unten korrigiert.

Insgesamt waren im vergangenen Monat 8,5 Millionen Menschen in den USA arbeitslos. Außerdem müssen sich 6,6 Millionen Menschen mit einer Teilzeitstelle zufrieden geben, obwohl sie lieber Vollzeit arbeiten würden. Der Anteil der Beschäftigten und aktiv Arbeitssuchenden an der Gesamtbevölkerung im arbeitsfähigen Alter liegt mit aktuell 62,8 Prozent weiter unter dem Niveau vor der Finanz- und Wirtschaftskrise. Viele Menschen haben offenbar die Suche nach einem Arbeitsplatz aufgegeben.

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Der Ausstieg der US-Notenbank aus der lockeren Geldpolitik ist heikel. Die einen befürchten, dass eine baldige Zinswende den Aufschwung abwürgen würde, andere halten die US-Wirtschaft für robust genug. Der Leitartikel.

Die Entwicklung am Arbeitsmarkt ist von entscheidender Bedeutung für die Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve, die unter anderem das Ziel der Vollbeschäftigung verfolgt. Die Fed hatte bereits Ende Oktober ihre milliardenschweren Konjunkturspritzen auslaufen lassen, mit der sie die Erholung nach der Finanz- und Wirtschaftskrise gestützt hatte. Derzeit steuert die Notenbank auf eine Erhöhung des Leitzinses zu. Fed-Chefin Janet Yellen dürfte die Zinswende noch in diesem Jahr vollziehen, womöglich bereits bei der nächsten Sitzung des Offenmarktausschusses Mitte Juni.

Von

afp

Kommentare (1)

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Herr Peter Noack

11.05.2015, 09:52 Uhr

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed im Juni den Leitzins um mehr als 0,25 Prozent erhöht? Diese Wahrscheinlichkeit liegt unter 10 Prozent. Eine Leitzinserhöhung von 0,25 Prozent im September liegt bei über 50 Prozent, wenn das Wirtschaftswachstum im 2. Quartal wieder nahe 3 Prozent kommt.. Sonst dauert es noch länger. Weitere Zinssteigerungen gibt es 2015 nicht mehr. Vor den US - Wahlen im November 2016 gibt es allerhöchstens noch eine Zinsanhebung von 0,25 Prozent.
Für die nächsten 18 Monate wäre also eine maximale Zinsanhebung von ca. 0,5 Prozent denkbar. Alles andere ist Astrologie, weiß das afp denn immer noch nicht?

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