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06.10.2015

19:56 Uhr

US-Konjunktur

Handelsdefizit weitet sich aus

Lange sah es so aus, als ob die USA der globalen Konjunkturabkühlung trotzen könnten. Doch schwache Arbeitsmarktsdaten wecken Zweifel daran. Das Handelsdefizit ist zuletzt so stark gestiegen wie lange nicht.

Während die Importe aus der Volksrepublik deutlich wuchsen, fiel der Absatz von US-Gütern und -Dienstleistungen im Ausland um zwei Prozent auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2012. dpa

Containerschiff einer chinesischen Reederei

Während die Importe aus der Volksrepublik deutlich wuchsen, fiel der Absatz von US-Gütern und -Dienstleistungen im Ausland um zwei Prozent auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2012.

WashingtonDas Handelsdefizit der USA ist im August wegen höheren Einfuhren aus China so stark gestiegen wie zuletzt vor fünf Monaten. Die Importe fielen um 48,3 Milliarden Dollar höher aus als die Exporte, wie das Handelsministerium am Dienstag mitteilte. Das entspricht einem Anstieg von 15,6 Prozent. Während die Importe aus der Volksrepublik deutlich wuchsen, fiel der Absatz von US-Gütern und -Dienstleistungen im Ausland um zwei Prozent auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2012. „Der Handel bleibt bis weit ins nächste Jahr eine Belastung für die Realwirtschaft“, sagte Ökonom Steve Murphy vom Analysehaus Capital Economics. Als Belastungsfaktor nannte er auch den starken Dollar. Experten zufolge hängt es vom Privatkonsum ab, ob das Wirtschaftswachstum anzieht.

Lange sah es so aus, als ob die USA der globalen Konjunkturabkühlung trotzen könnten. Doch schwache Arbeitsmarktdaten vom August und September haben Zweifel daran geweckt. Die Notenbank zögert die erste Zinsanhebung seit der Finanzkrise weiter hinaus, um das Wachstum nicht abzuwürgen.

Von

rtr

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