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01.06.2012

17:49 Uhr

US-Konjunktur

Land der guten Hoffnung

VonNils Rüdel

Kann USA die schwächelnde Weltkonjunktur retten? Die weltgrößte Volkswirtschaft steht selbst noch auf wackligen Beinen. Langfristig weist der Trend zwar nach oben – doch zunächst bleiben die USA ein reiner Hoffnungswert.

Wie sich die US-Konjunktur entwickeln wird, ist noch sehr ungewiss. dapd

Wie sich die US-Konjunktur entwickeln wird, ist noch sehr ungewiss.

WashingtonDie Lage sieht düster aus. Die Eurozone erlebt einen nicht enden wollenden Alptraum, Chinas Wachstum schwächelt, selbst auf Indien und Brasilien ist dieser Tage kein Verlass mehr. Bleiben die USA – doch kann die weltgrößte Volkswirtschaft die Weltkonjunktur stützen? Die unbefriedigende Antwort: Niemand weiß es so genau.

Die neuesten Arbeitslosenzahlen für Mai fielen jedenfalls enttäuschend aus. Der Zuwachs an neuen Arbeitsplätzen fiel so niedrig aus wie seit fast einem Jahr nicht mehr. Am Donnerstag hatte das Handelsministerium das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts für das erste Quartal nach unten korrigiert – auf 1,9 Prozent nach zuvor geschätzten 2,2 Prozent. Grund: Der heillos überschuldete Staat gab weniger Geld aus, die Unternehmen füllten nicht mehr so schnell ihre Lager wieder auf. Gleichzeitig meldeten sich in den vergangenen Wochen wieder mehr Amerikaner arbeitslos, während die Wirtschaft im April nur magere 115.000 Jobs geschaffen hatte.

Kaum neue Jobs: US-Arbeitsmarktzahlen enttäuschen

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US-Arbeitsmarktzahlen enttäuschen

Die US-Wirtschaft hat im Mai kaum neue Stellen geschaffen.

Eine „Wirtschaft, die langsam vor sich hintickt“, nannte Barclays-Ökonom Peter Newland deshalb Amerikas Konjunktur in der „Business Week“. Sie schaffe es einfach nicht, so viel Schwung aufzunehmen, dass man von einer nachhaltigen Erholung sprechen könne. Auch Ben Bernanke traut dem Braten nicht. Der Präsident der Notenbank Fed mahnt, dass Amerika noch einen langen Weg vor sich habe. Er hält noch mindestens zwei Jahre die Zinsen niedrig und ist bereit, im Notfall wieder in die Zauberkiste zu greifen, um die Konjunktur zu stützen. Etwa dann, wenn die Lage in Europa eskaliert und Amerika mitreißen sollte.

Kommentare (1)

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bjarki

02.06.2012, 01:43 Uhr

Das Problem heisst Obama. Er ist ein echter " Sozialdemokrat", der die Staatsquote erhöht und pausenlos Verordnungen erlässt, wegen der "sozialen" Gerechtigkeit. Obama ist ein Persilschein für europäische Verhältnisse. SPD und CDU könnten ihn als Kanzlerkandidaten aufstellen, die Unfähigkeit hierzu hat er.

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