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17.06.2011

16:35 Uhr

US-Konjunktur

Stimmung verbessert sich überraschend stark

Hoffnungsschimmer für die US-Wirtschaft: Trotz der schlechten Nachrichten der vergangenen Wochen sind wichtige Frühindikatoren im Mai überraschend stark gestiegen.

Ein Arbeitssuchender wird ein einem Jobcenter in New York. Quelle: dpa

Ein Arbeitssuchender wird ein einem Jobcenter in New York.

Washington/DüsseldorfDie Aussichten für die US-Konjunktur haben sich etwas verbessert. Darauf deutet der Sammelindex wichtiger Frühindikatoren hin, den das private Forschungsinstitut Conference Board heute in New York veröffentlichte. Der Index kletterte im Mai um 0,8 Prozent, nachdem er im April um 0,4 Prozent gefallen war. Damit stieg das Barometer deutlich stärker als von Ökonomen erwartet. Im Index sind verschiedene Frühindikatoren wie etwa die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die die Neuaufträge in der Industrie zusammengefasst.

„Die Wirtschaft wird wahrscheinlich den Sommer und Herbst hindurch weiter wachsen, wenn auch unstet“, sagte Ken Goldstein, Ökonom beim Conference Board.

Dass die Risiken für die US-Konjunktur nach wie vor groß sind, zeigen jedoch weitere Zahlen zum Verbrauchervertrauen, die ebenfalls heute veröffentlicht wurden. Das von Thomson Reuters und der Universität Michigan ermittelte Konsumbarometer fiel im Juni um 2,5 auf 71,8 Punkte. Analysten hatten im Schnitt mit 74,0 Punkten gerechnet. „Die Mehrheit der Verbraucher ist heute davon überzeugt, dass ihre Einkommen nicht steigenden werden“, sagte Umfragechef Richard Curtin. Die Konsumausgaben machen rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung der USA aus. Sie werden derzeit durch steigende Preise bei Rohstoffen und Nahrungsmitteln gebremst.

In den vergangenen Wochen hatten eine Reihe von schlechten Nachrichten die Angst vor einem Rückfall der US-Wirtschaft in die Rezession geschürt. So war die Zahl der Arbeitslosen gestiegen. Der Case-Shiller-Index, der die Häuserpreise in den wichtigsten 20 amerikanischen Städten misst, fiel im März auf ein Achtjahrestief. Ein weiterer Risikofaktor ist der schwelende Konflikt um die Schuldengrenze. Republikaner und Demokraten streiten seit Monaten um die Erhöhung der gesetzlichen Schuldengrenze, die in wenigen Wochen erreicht ist. Je nach Verhandlungsergebnis könnte die US-Regierung zu massiven Ausgabenkürzungen gezwungen sein - mit weiteren negativen Folgen für die amerikanische Konjunktur.

Kommentare (1)

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18.06.2011, 16:52 Uhr

Sorry, ein Aprilscherz der Presse.

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