Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.04.2017

15:20 Uhr

US-Konjunktur

US-Arbeitslosenquote niedrig – Jobzuwächse aber enttäuschend

Die US-Arbeitsmarktdaten bestehen aus zwei unabhängig ermittelten Komponenten. Die Arbeitslosenquote ist demnach auf den niedrigsten Stand seit 2007 gefallen. Doch neue Jobs wurden überraschend wenige geschaffen.

Als designierter Präsident besuchte Trump eine Fabrik in Indianapolis. AP

US-Arbeitsmarkt

Als designierter Präsident besuchte Trump eine Fabrik in Indianapolis.

WashingtonIm Wahlkampf hat der damalige Präsidentschaftskandidat und heutige US-Regierungschef Donald Trump die US-Arbeitsmarktdaten gerne als „frei erfunden“ kritisiert. Doch seit er im Amt ist, heftet er sich deutliche Arbeitsplatzzuwächse gerne an sein Revers. Der neueste Statistikbericht fällt zweideutig aus.

Denn in den USA ist im März weit weniger Personal angeheuert worden als erwartet. Private Unternehmen und der Staat haben insgesamt 98.000 Stellen geschaffen, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten mit 180.000 gerechnet. Im Februar waren 219.000 Jobs geschaffen worden.

Invest 2017

Darum wird der Optimismus der US-Börsen zum Problem

Invest 2017: Darum wird der Optimismus der US-Börsen zum Problem

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Die Erwerbslosenquote wird separat ermittelt und zeigt allerdings ein anderes Bild: Der Wert sank von 4,7 auf 4,5 Prozent, womit im Prinzip nach ökonomischer Betrachtung Vollbeschäftigung herrscht.

Angesichts der rund laufenden Konjunktur hat die Notenbank (Fed) Mitte März den Leitzins auf das neue Niveau von 0,75 und 1,00 Prozent angehoben. Für Juni rechnen Experten mit dem nächsten Schritt nach oben.

JOBS, JOBS, JOBS! #AmericaFirst #USA

Ein Beitrag geteilt von Donald J. Trump (@realdonaldtrump) am

Ökonom Thomas Gitzel von der VP Bank sprach von einem „mageren“ Jobaufbau: „Die US-Wirtschaft kann eben auch keine Wunder vollbringen.“ Doch im März spielte auch das Wetter eine gewichtige Rolle: Zu Jahresbeginn hatte die ungewöhnlich milde Witterung dafür gesorgt, dass auf Baustellen und in anderen Außenberufen mehr Personal eingestellt werden konnte als im Winter üblich. Im März fielen jedoch die Temperaturen in den USA, und ein Sturm fegte über den Nordosten hinweg.

Ökonom Ulrich Wortberg von der Helaba bescheinigt dem Jobmarkt unabhängig von solchen saisonalen Schwankungen eine solide Verfassung: „Die Arbeitslosenquote liegt den elften Monat in Folge unterhalb von 5 Prozent. Jetzt wurde zudem der niedrigste Stand seit knapp zehn Jahren erreicht.“

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×