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24.04.2015

16:09 Uhr

US-Konjunktur

US-Industrie profitiert von Flugzeugordern

Die Bestellung haltbarer Güter hat der US-Industrie ein überraschendes Auftragshoch verschafft. Ökonomen kritisieren jedoch ein verzerrtes Bild – weit mauer sieht die Lage aus, lässt man den Transportsektor außen vor.

Vor allem der Transportsektor hat der US-Industrie insgesamt ein überraschendes Auftragsplus beschert. ap

Vor allem der Transportsektor hat der US-Industrie insgesamt ein überraschendes Auftragsplus beschert.

WashingtonDie US-Industrie hat im März überraschend viele Aufträge eingesammelt. Die Bestellungen für haltbare Güter - von Haushaltsgeräten bis hin zu Flugzeugen - legten im März um 4,0 Prozent zum Vormonat zu, wie das Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Ökonomen hatten lediglich einen Zuwachs von 0,6 Prozent erwartet. Klammert man den Verkehrssektor aus, ergibt sich ein Minus von 0,2 Prozent.

Helaba-Ökonom Ralf Umlauf geht davon aus, dass der überraschend kräftige Anstieg vor allem auf Flugzeugorders zurückzuführen ist: „Wenig überzeugen kann hingegen der Bereich ohne den Transportsektor“. Dies deute auf eine nur schwache Investitionstätigkeit im ersten Quartal hin.

Die Gewinner der Weltwirtschaft

Volkswirtschaft 2050

Welche Staaten werden in 35 Jahren noch zu den führenden Wirtschaftsnationen der Welt gehören? Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) veröffentliche in ihrer Studie „The World in 2050“ unter anderem eine Top Ten der Volkswirtschaften. Für die Prognose gehen die PwC-Volkswirtschaftler von einem durchschnittlichen Wachstum der Weltwirtschaft von rund drei Prozent pro Jahr aus. Die Gewinner der Volkswirtschaften:

Quellen: dpa/ots

Nigeria

2014: 1,058 ; 2030: 2,566; 2050: 7,345 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Erstaunlich optimistisch bewerten die Volkswirtschaftler die Aussichten unter anderem Krisenstaaten in Afrika. So werde Nigeria bis 2050 Deutschland überholen und auf Platz neun der stärksten Volkswirtschaften klettern. Nigeria, Vietnam und die Philippinen werden demnach mit durchschnittlich 4,5 bis 5 Prozent Wachstum die dynamischsten Wachstumsregionen der Welt sein.

Mexiko

2014: 2,143 ; 2030: 3,985 ; 2050: 8,014 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Mexikos Wirtschaft ist derzeit im Wandel. 2020 wird das Land auf Platz neun klettern und 2050 Frankreich aus der Spitzengruppe verdrängen.

Indonesien

2014: 2,554 ; 2030: 5,486 ; 2050: 12,210 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Indonesien dürfte bis 2050 von dauerhaft hohen Wachstumsraten und einer jungen Bevölkerung profitieren. 2030 wird die indonesische Wirtschaftsleistung doppelt so groß sein und schafft es 2050 laut der Studie auf Rang vier.

Brasilien

2014: 3,073 ; 2030: 4,996 ; 2050: 9,154 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Brasiliens Wirtschaft wächst in den kommenden Jahren noch mehr. 2030 klettert das Land auf Rang sechs und bleibt auch 2050 in der Top Ten (Platz fünf).

Indien

2014: 7,277 ; 2030: 17,138 ; 2050: 42,205 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Schon heute ist Indien als drittstärkste Volkswirtschaft etwa 50 Prozent leistungsstärker als das viertplatzierte Japan. Mit dauerhaft hohen Wachstumsraten und einer jungen Bevölkerung wird Indien bis 2050 zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt aufsteigen. Die Wirtschaftsleistung soll dann fast zweieinhalbmal so stark sein wie die Indonesiens.

Daher sei nur mit einem geringen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts zu rechnen. Experten erwarten für die nächste Woche anstehende Zahl, dass sich das Wachstumstempo gegenüber Ende 2014 um rund die Hälfte auf 1,0 Prozent verringert hat.

Von

rtr

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