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04.01.2010

09:53 Uhr

US-Konjunktur

Weihnachtsgeschäft lässt Volkswirte hoffen

VonRolf Benders

Mit verhalten optimistischen Vorgaben geht die US-Wirtschaft ins neue Jahr. So hat die Weihnachtssaison den US-Einzelhandelsfirmen nach ersten Zahlen ein kleines Plus in den Kassen beschert. Signale der Hoffnung kommen auch vom Arbeitsmarkt.

Shopping in New York: Die Kreditkartenumsätze deuten darauf hin, dass das Geld der US-Konsumenten wieder etwas lockerer sitzt. Quelle: Reuters

Shopping in New York: Die Kreditkartenumsätze deuten darauf hin, dass das Geld der US-Konsumenten wieder etwas lockerer sitzt.

NEW YORK. Zwischen Thanksgiving Ende November und dem ersten Weihnachtstag seien die Umsätze um 3,6 Prozent gestiegen, teilte das Kreditkartenunternehmen Mastercard in einer ersten Schätzung mit. Rechne man allerdings den 2009 zusätzlich angefallenen Einkaufstag heraus, liege das Plus wohl bei rund einem Prozent und damit im Rahmen der Erwartungen. Für einen Hoffnungsschimmer am Arbeitsmarkt sorgte die wöchentliche Statistik der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung. Die Zahl der Anträge fiel auf den niedrigsten Stand seit 17 Monaten.

Da der private Verbrauch 70 Prozent der US-Wirtschaftsleistung ausmacht, sind die Einzelhandelsumsätze ein wichtiger Indikator für die Konjunkturentwicklung. Analysten sehen das leichte Plus mit sehr vorsichtigem Optimismus. „Der Konsument ist nicht tot, aber er ist auch noch nicht aus dem Krankenhaus heraus“, sagte Patti Edwards, Einzelhandels-Analystin bei Storehouse Partners.

Elektronik, Schuhe und Schmuck zogen die meisten Käufer an

Im Vorjahr waren die Umsätze im US-Weihnachtsgeschäft noch um 3,4 Prozent zurückgegangen. Präzise Angaben für 2009 werden am Donnerstag erwartet, wenn die Einzelhändler ihre Dezemberzahlen vorlegen.

Offenbar nutzen viele Amerikaner die bereits im Vorfeld des Fests drastisch herabgesetzten Preise, um sich gezielt Wünsche zu erfüllen. So stiegen jeweils die Umsätze für Unterhaltungselektronik und Schmuck um fast sechs Prozent. Dagegen nahmen die Geschäfte mit Bekleidung, sonst ein klassischer Weihnachtseinkauf, 0,4 Prozent weniger ein.

Während die Kaufhausumsätze um 2,3 Prozent zurückgingen, stiegen die Online-Einkäufe um satte 15 Prozent. Ein Grund für diese Diskrepanz könnten die Schneestürme im Mittleren Westen und an der Ostküste kurz vor Weihnachten gewesen sein, die manchen Käufer bewogen haben dürften, am Bildschirm einzukaufen, statt sich auf den Weg in die Shopping-Mall zu machen.

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