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07.09.2016

21:32 Uhr

US-Notenbank

Fed sieht weiteres Wachstum der Wirtschaft

Laut dem "Beige Book" der Fed geht es mit der Wirtschaft in den USA stetig aufwärts. Der Konjunkturbericht der US-Notenbank bewertet unter anderem Entwicklungen bei der Kreditnachfrage, Verbraucherausgaben und Preise.

Der Konjunktur-bericht der US-Notenbank ist vorsichtig optimistisch. Reuters

Die Fed

Der Konjunktur-bericht der US-Notenbank ist vorsichtig optimistisch.

WashingtonDie US-Wirtschaft ist laut der US-Notenbank Fed zuletzt weiter moderat gewachsen. In den kommenden Monaten dürfte sich diese Entwicklung auch in den meisten Bezirken fortsetzen, erklärte die Fed am Mittwoch in ihrem Konjunkturbericht - im Fachjargon als "Beige Book" bekannt. Die Verbraucherausgaben hätten sich in den meisten Bezirken kaum verändert. Die Nachfrage nach Krediten habe überall mit moderater Geschwindigkeit zugenommen.

Die Preise seien insgesamt leicht gestiegen. In den meisten Bezirken habe die Produktionstätigkeit geringfügig angezogen. Viele Bezirke hätten von Schwierigkeiten berichtet, hoch qualifizierte Fachkräfte zu finden. Der Druck für Lohnerhöhungen sei in den meisten Bezirken jedoch recht mäßig. Daran dürfte sich auch in den kommenden Monaten nichts ändern.

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Für die mächtige Fed-Chefin geht es in den kommenden Wochen um viel mehr als nur die Frage: Zinsen erhöhen oder nicht. Die anstehende Präsidentschaftswahl birgt große Risiken – und schränkt ihre Handlungsfähigkeit ein.

Die US-Dienstleister hatten im August ihr Wachstumstempo überraschend verringert. Zudem hat der Jobaufbau in den USA an Tempo verloren. Die Fed, die am 21. September erneut über den Leitzins entscheidet, peilt Vollbeschäftigung an und verfolgt für ihre Geldpolitik den Arbeitsmarkt sehr genau. Sie hat den Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken mit Geld im Dezember 2015 erstmals seit fast zehn Jahren angezogen und hält ihn seither in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent. Fed-Chefin Janet Yellen ließ auf dem viel beachteten Notenbanken-Treffen in Jackson Hole jüngst offen, wann genau die US-Zentralbank den nächsten Zinsschritt wagen will.

Viele Experten gehen davon aus, dass sie frühestens zum Jahresende die Geldpolitik strafft, wenn die im November anstehende US-Präsidentenwahl gelaufen ist. Die Geldpolitik sorgte zuletzt in der heißen Phase des Wahlkampfs für Zündstoff: Der republikanische Kandidat Donald Trump war der Fed vor, die Zinsen künstlich niedrig zu halten, um einen Einbruch der US-Wirtschaft zu verhindern. Seine demokratische Widersacherin Hillary Clinton kritisiert Trump für dessen Bemerkungen.

Von

rtr

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