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03.01.2007

21:21 Uhr

US-Notenbank

Größte Sorge bleibt Inflationsrisiko

Die US-Notenbank sieht das Inflationsrisiko nicht gebannt. Die Hauptsorge aller Fed-Mitglieder sei weiterhin, dass sich die Inflation nicht wie gewünscht abschwäche, hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichten Sitzungsprotokoll der Notenbank vom 12. Dezember. Einige Analysten meinen, in der Wortwahl des Protokolls ein Zeichen zu erkennen.

HB WASHINGTON. Einige Mitglieder hätten sich bei der Sitzung aber auch besorgt über verstärkte Wachstumsrisiken geäußert, nachdem einige Konjunkturdaten eher gedämpfter Natur gewesen seien. Die Finanzmärkte legten das Protokoll mit Blick auf die weitere US-Zinsentwicklung allerdings dehr unterschiedlich aus.

Die US-Aktienmärkte gaben nach Veröffentlichung des Protokolls nach. „Die Fed sieht derzeit gestiegene Risiken für die Inflation“, sagte Michael Woolfolk, Währungs-Stratege bei der Bank of New York. „Damit ist im ersten Quartal eine Zinsanhebung wahrscheinlicher als eine Zinssenkung.“ Der Investment-Stratege Hugh Johnson von Johnson Illington Advisors wertete das Protokoll neutraler. „Die Erklärung legt nahe, dass die Fed die Zinsen zunächst unverändert lassen wird“, sagte er. Dies gelte nach seiner Einschätzung für das erste und wohl auch das zweite Quartal 2007.

Einige Analysten sahen in der Wortwahl des Protokolls indes sogar auch Anzeichen dafür, dass die Fed später in diesem Jahr eine Zinssenkung erwägen könnte. Die US-Notenbank hatte bei ihrer Dezember-Sitzung den Leitzins das vierte Mal in Folge unverändert bei 5,25 Prozent gelassen. Zuvor hatte die Zentralbank binnen zwei Jahren den Zielsatz für Tagesgeld in 17 Trippelschritten von historisch niedrigen 1,0 Prozent angehoben.

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