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27.01.2010

21:47 Uhr

US-Notenbank

Konjunktur belebt sich – Leitzins unverändert

Die US-Notenbank lässt trotz einer klaren Belebung der amerikanischen Konjunktur voraussichtlich noch auf Monate die Finger von der Zinsschraube. Die Federal Reserve bestätigte am Mittwoch, ihren Leitzinse in der Spanne zwischen 0,0 und 0,25 Prozent zu belassen.

Fed-Chef Bernanke: Finger weg von der Zinsschraube. Quelle: Reuters

Fed-Chef Bernanke: Finger weg von der Zinsschraube.

HB WASHINGTON. Die US-Notenbank lässt trotz einer klaren Belebung der amerikanischen Konjunktur voraussichtlich noch auf Monate die Finger von der Zinsschraube. Die Federal Reserve bestätigte am Mittwoch abermals das historische Tief ihres Leitzinses in der Spanne zwischen 0,0 und 0,25 Prozent. Die Wirtschaftsleistung verstärke sich weiter, während sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt kaum mehr verschlechtere, teilte die Fed mit. Der Offenmarktausschuss erwarte eine „schrittweise Rückkehr zu einem höheren Niveau der Kapazitätsauslastung bei gleichzeitiger Preisstabilität“.

Die Federal Reserve machte abermals deutlich, dass die Konjunkturlage voraussichtlich „für einen längeren Zeitraum“ Anlass biete, den Zins auf „außergewöhnlich niedrigem Niveau“ zu belassen.

Ökonomen deuten diese seit einiger Zeit verwendete Wortwahl, dass der Leitzins mindestens die nächsten sechs Monate beibehalten wird.

Experten rechnen damit, dass die Federal Reserve von Ben Bernanke erst gegen Ende des Jahres an der Zinsschraube dreht.

Die Einschätzung der Konjunkturlage fiel in der Mitteilung der Fed etwas positiver aus als beim vorangegangenen Statement der Notenbank vom 16. Dezember. Die Unternehmensausgaben für Ausrüstung und Software schienen in Schwung zu kommen. Zudem unterstütze die Lage an den Finanzmärkten die Konjunktur, während sich die Vergabe von Krediten allerdings nach wie vor verringere. Angesichts der verbesserten Lage an den Finanzmärkten beendet die Notenbank wie geplant zum 1. Februar die meisten ihrer Sonderprogramme, die sie zur Versorgung der Wirtschaft mit Liquidität aufgelegt hatte.

Der Internationale Währungsfonds IWF hatte seine Wachstumsprognose für die größte Volkswirtschaft der Welt erst am Dienstag deutlich nach oben korrigiert. Statt einem Plus von 1,5 Prozent erwartet der Fonds für 2010 nun 2,7 Prozent. Allerdings werde sich das Wachstum im kommenden Jahr dann wieder auf 2,4 Prozent abschwächen.

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