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01.04.2011

22:08 Uhr

US-Notenbanker

Frühere Leitzinserhöhung möglich

Auch die Vertreter der US-Notenbank (Fed) aus Richmond und Philadelphia halten eine Leitzinserhöhung in diesem Jahr für möglich. Fed-Chef William Dudley aus New York hält höhere Zinsen aber für höchst unwahrscheinlich.

Charles Plosser, Chef der Fed von Philadelphia, sagte die Zinserhöhung sei "auf dem Tisch", hänge aber von der Entwicklung der nächsten Monate ab. Quelle: Reuters

Charles Plosser, Chef der Fed von Philadelphia, sagte die Zinserhöhung sei "auf dem Tisch", hänge aber von der Entwicklung der nächsten Monate ab.

Washington Weitere Vertreter der US-Notenbank (Fed) haben die Möglichkeit einer Leitzinserhöhung noch 2011 angedeutet. Der Chef der Fed von Richmond, Jeffrey Lacker, sagte am Freitag, er wäre nicht überrascht, wenn die Fed noch vor Ende des Jahres handeln müsse. Die Inflation sei in diesem Jahr für die Wirtschaft ein größeres Risiko als 2010, sagte Lacker dem Sender CNBC. Sein Kollege aus Philadelphia, Charles Plosser, sagte, eine Zinserhöhung sei definitiv „auf dem Tisch“. Sie hänge aber von der Entwicklung in den kommenden Monaten ab. Sollte die Inflation steigen und die Wirtschaft weiter deutlich wachsen, müsse man entsprechend reagieren, sagte Plosser in einer Rede in der Stadt Harrisburg.

Der New Yorker Fed-Chef William Dudley geht nach eigenen Worten dagegen davon aus, dass die Notenbank ihren Kurs selbst dann nicht ändern muss, wenn in der US-Wirtschaft in den kommenden Monaten weiter Arbeitsplätze geschaffen werden. Man sei vom Ziel, für Beschäftigung und Preisstabilität zu sorgen, immer noch weit entfernt, sagte Dudley bei einer Konferenz in Puerto Rico.

Der als geldpolitischer „Falke“ geltende Fed-Vertreter Narayana Kocherlakota hatte am Donnerstag angedeutet, dass die Notenbank noch in diesem Jahr den Leitzins um 0,75 Prozent anheben könnte. Seit Dezember 2008 liegen die Zinsen in den USA zwischen null und 0,25 Prozent. Zusätzlich pumpt die Notenbank Milliardenbeträge in die Wirtschaft.

Von

rtr

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