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25.11.2014

15:59 Uhr

US-Verbraucher langen zu

Wirtschaft in den Staaten wächst stärker als gedacht

Das hatte niemand erwartet: Die US-Wirtschaft übertrifft bisherige Prognosen. Während Deutschland und der Euroraum konjunkturell schlechte Aussichten haben, geht es in Übersee beim Konsum und den Investitionen bergauf.

Während Investoren mehr Geld in den USA anlegen zeigen sich auch die Konsumenten spendabel. Das treibt die US-Konjunktur. dpa

Während Investoren mehr Geld in den USA anlegen zeigen sich auch die Konsumenten spendabel. Das treibt die US-Konjunktur.

WashingtonDie US-Wirtschaft ist im dritten Quartal schneller gewachsen als bislang angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt legte von Juli bis September mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 3,9 Prozent zu, wie das Handelsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Eine erste Schätzung hatte nur ein Plus von 3,5 Prozent ergeben, doch konsumierten die Verbraucher mehr als zunächst ermittelt, während die Unternehmen mehr investierten. Im Frühjahr lag das Plus bei 4,6 Prozent. Zwei so starke Quartale in Folge hat es seit 2003 nicht mehr gegeben.

Das ist TTIP

Verhandlungspartner

USA und die Europäische Union mit ihren 28 Mitgliedsstaaten.

Inhalte des Abkommens

Handelsbarrieren abbauen heißt in diesem Fall Normen, Standards und Gesetze zu vereinheitlichen. Denn Zölle und Exportquoten gehören schon länger der Vergangenheit an. Politiker betonen immer wieder, es gehe nicht darum Standards zu senken, sondern beide anzuerkennen. Ein oft bemühtes Beispiel sind unterschiedliche Farben von Autoblinkern.

Offizielle Ziele

Durch das Verschmelzen der Märkte sollen neue Arbeitsplätze entstehen. Außerdem rechnet die EU-Kommission mit zusätzlichem Wirtschaftswachstum auf beiden Seiten des Atlantiks. Wie groß dieses sein wird, ist jedoch ungewiss. Die optimistischste Schätzung liegt bei 0,48 Prozent bis 2027. Politisch erhofft sich die EU wie auch die USA, so ihre Vormachtstellung gegenüber den Schwellenländern behaupten zu können.

Stand der Verhandlungen

Begonnen haben die Verhandlungen zu TTIP im Jahr 2013. Da es um ein komplexes Abkommen geht, werden die Handelskommissare vermutlich nicht vor Ende 2016 einen Vertragsentwurf vorlegen. Unklar ist, ob dieser nur von dem EU-Parlament, oder auch von den nationalen Parlamenten bewilligt werden muss. Vermutlich entscheidet hierüber am Ende der Europäische Gerichtshof.

Der Industriestaaten-Organisation OECD zufolge wird die weltgrößte Volkswirtschaft noch an Fahrt gewinnen. Sie dürfte in diesem Jahr um 2,2 Prozent wachsen, 2015 und 2016 sogar um jeweils rund drei Prozent. Die US-Notenbank Federal Reserve will trotz des Aufschwungs die Zinsen noch geraume Zeit niedrig halten. An den Märkten wird frühestens im September 2015 mit einer Erhöhung gerechnet. Die Fed hält den Leitzins seit Ende 2008 auf dem Rekordtief von null bis 0,25 Prozent.

Von

rtr

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