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07.01.2011

13:00 Uhr

US-Wirtschaft

Amerika erwacht langsam aus dem Tiefschlaf

Mit dem Jahreswechsel hellt sich die Stimmung in der US-Wirtschaft auf. Der schwache Arbeitsmarkt erwacht zu neuem Leben. Industrie und Dienstleister kommen in Schwung, und am Immobilienmarkt sowie im Bausektor keimt Hoffnung auf. Mehrere Konjunkturdaten weisen auf einen beginnenden Aufschwung hin.

Händler an der US-Börse: Die positiven Konjunkturdaten kommen auch für so machen Analysten wie der Blitz aus heiterem Himmel. Quelle: dpa

Händler an der US-Börse: Die positiven Konjunkturdaten kommen auch für so machen Analysten wie der Blitz aus heiterem Himmel.

HB NEW YORK. Nach einer überraschend hohen Zahl von Neueinstellungen in der Privatwirtschaft hatte das Arbeitsministerium am Donnerstag ebenfalls gute Nachrichten: Im Vierwochenschnitt beantragten so wenige Menschen Arbeitslosenhilfe wie seit zwei Jahren nicht mehr. Die Erholung dauert demnach an, selbst wenn in der vergangenen Woche die Zahl der Erstanträge wieder stieg.

Auch für die am Freitag erwarteten Arbeitsmarktdaten für Dezember sind die Experten zuversichtlich: Von Reuters befragte Analysten gehen davon aus, dass 175 000 neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft geschaffen wurden – das wäre der größte Anstieg seit Mai, als eine Volkszählung die Zahl der neuen Stellen in die Höhe getrieben hatte. Die Zahlen gehören zu den weltweit am stärksten beachteten Konjunkturdaten. Der Konsum macht mehr als zwei Drittel der Leistung der größten Volkswirtschaft aus.

Private Arbeitgeber stellten im Dezember 297 000 zusätzliche Mitarbeiter ein, fast dreimal so viele, wie Analysten vorhergesagt hatten. Das war das Ergebnis einer Umfrage der Dienstleistungsfirma ADP Employer Services, die unter anderem die Lohnbuchhaltung für Unternehmen übernimmt und regelmäßig auf der Basis einer Stichprobe die Neueinstellungen zusammenrechnet.

„Manche Daten kommen wie der Blitz aus heiterem Himmel, und diese ist eine von ihnen“, sagte Ian Shepherdson, Chefvolkswirt für die USA bei High Frequency Economics. Die für US-Verhältnisse hohe Arbeitslosigkeit gilt als wichtiger Grund für den Wahlsieg der Republikaner bei den Kongresswahlen Ende 2010; seit Mittwoch stellen sie offiziell die Mehrheit im Repräsentantenhaus.

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