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21.01.2010

16:40 Uhr

US-Wirtschaft

Nur die Jobdaten trüben das positive Konjunkturbild

Auch wenn die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA überraschend stark gestiegen ist, stabilisiert sich der Erholungskurs der US-Wirtschaft weiter. Das Konjunkturbarometer ist im Dezember erneut gestiegen, den neunten Monat in Folge und zudem stärker als erwartet.

Arbeitsamt in den USA: Zahl der Erstanträge überraschend stark gestiegen. dpa

Arbeitsamt in den USA: Zahl der Erstanträge überraschend stark gestiegen.

HB WASHINGTON. Der Index, der aus zehn wichtigen Wirtschaftsindikatoren besteht, legte um 1,1 Prozent zu, wie das Conference Board, ein Institut der Privatwirtschaft, am Donnerstag in New York mitteilte. Das ist der stärkste Anstieg seit drei Monaten.

Im November war der Index nach revidierten Berechnungen um 1,0 Prozent nach oben geklettert, für Dezember waren Experten von 0,7 Prozent ausgegangen. Der Index gibt einen Hinweis auf die Entwicklung der weltgrößten Volkswirtschaft in den kommenden drei bis sechs Monaten. Weniger Entlassungen, der Aufschwung an den Aktienmärkten und anhaltend niedrige Zinssätze - das waren dem Institut zufolge die Kernelemente der positiven Entwicklung.

Die Lage am US-Arbeitsmarkt trübte sich dagegen überraschend ein. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stieg in der Woche zum 16. Januar unerwartet um 36 000 auf 482 000, was aber auch auf statistischen Verzerrungen beruht. Wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte, war dies zwar der dritte Anstieg in Folge. Ein Ministeriums-Vertreter betonte aber, es seien nun Anträge vom Jahresende bearbeitet werden, die wegen der Weihnachtsfeiertage liegengeblieben waren. Im weniger schwankungsanfälligen Vier-Wochen-Schnitt stieg die Zahl der Erstanträge auf 448 250 von 441 250 in der Woche zuvor.

„Positiv ist, dass die Zahl immer noch unter 500 000 liegt, aber weniger positiv ist, dass die Erholung nur sehr langsam verläuft“, sagte Analyst Subodh Kumar von Subodh Kumar & Partner. Von Reuters befragte Analysten hatten bei den Erstanträgen im Schnitt mit einem Rückgang gerechnet.

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