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17.03.2017

15:41 Uhr

US-Wirtschaft

Stagnierende Produktion in den USA

Entgegen der Vermutungen von Ökonomen hat sich die Produktion von US-Unternehmen im Februar nicht erhöht. Und auch die Börsen haben sich kaum verändert. Anleger warten nun auf neue Daten und Impulse der US-Wirtschaft.

Eigentlich haben Ökonomen mit einem Anstieg um 0,2 Prozent erwartet – doch die Produktion in den USA stagniert. dpa

US-Produktion

Eigentlich haben Ökonomen mit einem Anstieg um 0,2 Prozent erwartet – doch die Produktion in den USA stagniert.

BangaloreDie US-Börsen sind am Freitag kaum verändert in den Handel gestartet. Viele Investoren warteten auf die neuesten Daten zum Verbrauchervertrauen, die am Nachmittag veröffentlicht werden sollten. Sie erhoffen sich nach der jüngsten Zinserhöhung der US-Notenbank Fed Hinweise auf die Lage der US-Wirtschaft. Zudem gerät wieder verstärkt die Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump ins Visier, die Anleger warten auf konkrete Vorschläge zu Steuerkürzungen und Bürokratieabbau. "Heute sieht es so aus, als ob wir wieder so einen Tag wie gestern bekommen, an dem der Markt nach etwas sucht, was Bewegung bringen könnte", sagte Andre Bakhos von Janlyn Capital.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete mit einem Plus von 0,11 Prozent bei 20.958 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg 0,07 Prozent auf 2382 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte 0,05 Prozent tiefer bei 5898 Stellen.

Die US-Industrie hat ihre Produktion im Februar um 0,5 Prozent gesteigert und damit etwas stärker als erwartet. Es war der sechste Monat mit einem Plus in Folge. Angesichts der steigenden Rohstoffpreise legt die Nachfrage nach Maschinen und anderer Ausrüstung zu. Am Nachmittag werden noch die jüngsten Daten zum Verbrauchervertrauen erwartet. Der Konsum steuert etwa 70 Prozent zur Wirtschaftsleistung in den USA bei.

Die Gewinner der Weltwirtschaft

Volkswirtschaft 2050

Welche Staaten werden in 35 Jahren noch zu den führenden Wirtschaftsnationen der Welt gehören? Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) veröffentliche in ihrer Studie „The World in 2050“ unter anderem eine Top Ten der Volkswirtschaften. Für die Prognose gehen die PwC-Volkswirtschaftler von einem durchschnittlichen Wachstum der Weltwirtschaft von rund drei Prozent pro Jahr aus. Die Gewinner der Volkswirtschaften:

Quellen: dpa/ots

Nigeria

2014: 1,058 ; 2030: 2,566; 2050: 7,345 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Erstaunlich optimistisch bewerten die Volkswirtschaftler die Aussichten unter anderem Krisenstaaten in Afrika. So werde Nigeria bis 2050 Deutschland überholen und auf Platz neun der stärksten Volkswirtschaften klettern. Nigeria, Vietnam und die Philippinen werden demnach mit durchschnittlich 4,5 bis 5 Prozent Wachstum die dynamischsten Wachstumsregionen der Welt sein.

Mexiko

2014: 2,143 ; 2030: 3,985 ; 2050: 8,014 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Mexikos Wirtschaft ist derzeit im Wandel. 2020 wird das Land auf Platz neun klettern und 2050 Frankreich aus der Spitzengruppe verdrängen.

Indonesien

2014: 2,554 ; 2030: 5,486 ; 2050: 12,210 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Indonesien dürfte bis 2050 von dauerhaft hohen Wachstumsraten und einer jungen Bevölkerung profitieren. 2030 wird die indonesische Wirtschaftsleistung doppelt so groß sein und schafft es 2050 laut der Studie auf Rang vier.

Brasilien

2014: 3,073 ; 2030: 4,996 ; 2050: 9,154 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Brasiliens Wirtschaft wächst in den kommenden Jahren noch mehr. 2030 klettert das Land auf Rang sechs und bleibt auch 2050 in der Top Ten (Platz fünf).

Indien

2014: 7,277 ; 2030: 17,138 ; 2050: 42,205 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Schon heute ist Indien als drittstärkste Volkswirtschaft etwa 50 Prozent leistungsstärker als das viertplatzierte Japan. Mit dauerhaft hohen Wachstumsraten und einer jungen Bevölkerung wird Indien bis 2050 zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt aufsteigen. Die Wirtschaftsleistung soll dann fast zweieinhalbmal so stark sein wie die Indonesiens.

Bei den Einzelwerten legten die Aktien des Luxusjuweliers Tiffany's 3,4 Prozent zu. Die Geschäfte des Unternehmens liefen zum Jahresende insbesondere in Asien gut, das kurbelte insgesamt den Umsatz an. In den USA litt das Unternehmen dagegen unter dem Wahlsieg Trumps: Weil es daraufhin zu Protestkundgebungen rund um den Trump Tower in New York kam, blieben in Tiffanys nahe gelegener Vorzeigefiliale auf der Prachtmeile Fifth Avenue die Kunden aus.

Die Tesla-Papiere gewannen 0,5 Prozent. Das Unternehmen nahm etwa 1,2 Milliarden Dollar frisches Geld am Markt auf und damit etwa ein Fünftel mehr als ursprünglich geplant. Mit dem Erlös will der Elektroautobauer die Massenproduktion des neuen Modells 3 finanzieren.

Von

rtr

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