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02.04.2015

14:59 Uhr

USA

Handelsdefizit auf niedrigstem Stand seit 2009

Dank starkem Dollar und sinkender Preise ist das US-Haushaltsdefizit so niedrig wie seit 2009 nicht mehr. Importe wurden für das Land deutlich billiger. Allerdings schwächelte auch die Nachfrage nach US-Exporten.

Das US-Haushaltsdefizit ist auf seinem niedrigsten Stand seit 2009. ap

Starker Dollar

Das US-Haushaltsdefizit ist auf seinem niedrigsten Stand seit 2009.

WashingtonDas US-Handelsdefizit ist im Februar auch wegen des starken Dollar so klein ausgefallen wie seit 2009 nicht mehr. Die Importe übertrafen die Exporte nur noch um 35,4 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte.

Das ist ein Rückgang von 16,9 Prozent zum Vormonat. Ökonomen hatten mit 41,2 Milliarden Dollar gerechnet. Ein Grund dürfte der starke Dollar sein, der Importe aus Übersee verbilligt. Außerdem sind die Preise für importiertes Rohöl deutlich gefallen.

Die Gewinner der Weltwirtschaft

Volkswirtschaft 2050

Welche Staaten werden in 35 Jahren noch zu den führenden Wirtschaftsnationen der Welt gehören? Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) veröffentliche in ihrer Studie „The World in 2050“ unter anderem eine Top Ten der Volkswirtschaften. Für die Prognose gehen die PwC-Volkswirtschaftler von einem durchschnittlichen Wachstum der Weltwirtschaft von rund drei Prozent pro Jahr aus. Die Gewinner der Volkswirtschaften:

Quellen: dpa/ots

Nigeria

2014: 1,058 ; 2030: 2,566; 2050: 7,345 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Erstaunlich optimistisch bewerten die Volkswirtschaftler die Aussichten unter anderem Krisenstaaten in Afrika. So werde Nigeria bis 2050 Deutschland überholen und auf Platz neun der stärksten Volkswirtschaften klettern. Nigeria, Vietnam und die Philippinen werden demnach mit durchschnittlich 4,5 bis 5 Prozent Wachstum die dynamischsten Wachstumsregionen der Welt sein.

Mexiko

2014: 2,143 ; 2030: 3,985 ; 2050: 8,014 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Mexikos Wirtschaft ist derzeit im Wandel. 2020 wird das Land auf Platz neun klettern und 2050 Frankreich aus der Spitzengruppe verdrängen.

Indonesien

2014: 2,554 ; 2030: 5,486 ; 2050: 12,210 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Indonesien dürfte bis 2050 von dauerhaft hohen Wachstumsraten und einer jungen Bevölkerung profitieren. 2030 wird die indonesische Wirtschaftsleistung doppelt so groß sein und schafft es 2050 laut der Studie auf Rang vier.

Brasilien

2014: 3,073 ; 2030: 4,996 ; 2050: 9,154 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Brasiliens Wirtschaft wächst in den kommenden Jahren noch mehr. 2030 klettert das Land auf Rang sechs und bleibt auch 2050 in der Top Ten (Platz fünf).

Indien

2014: 7,277 ; 2030: 17,138 ; 2050: 42,205 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Schon heute ist Indien als drittstärkste Volkswirtschaft etwa 50 Prozent leistungsstärker als das viertplatzierte Japan. Mit dauerhaft hohen Wachstumsraten und einer jungen Bevölkerung wird Indien bis 2050 zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt aufsteigen. Die Wirtschaftsleistung soll dann fast zweieinhalbmal so stark sein wie die Indonesiens.

Die Einfuhren sanken um 4,4 Prozent auf 221,7 Milliarden Dollar und damit auf das niedrigste Niveau seit fast vier Jahren. Die Exporte gingen um 1,6 Prozent auf 186,2 Milliarden Dollar zurück, weil die Nachfrage bei den wichtigsten Handelspartnern Kanada und Mexiko schwächelte. Auch nach China wurde weniger verkauft, während das Geschäft mit der Europäischen Union stabil blieb.

Von

rtr

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