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14.04.2015

10:50 Uhr

Verband hält an Prognose fest

„Einzelhandel profitiert nur wenig von guter Konsumstimmung“

Bei den Verbrauchern in Europa sitzt das Geld so locker wie seit langem nicht mehr. Offenbar investieren die Bundesbürger aber eher in Güter wie Fahrzeuge oder Immobilien. Der deutsche Einzelhandel profitiert nur wenig.

Die Menschen in Westeuropa befinden sich im Kaufrausch. Trotzdem will der deutsche Einzelhandel seine Prognose nicht nach oben schraube. dpa

Einzelhandel profitiert kaum

Die Menschen in Westeuropa befinden sich im Kaufrausch. Trotzdem will der deutsche Einzelhandel seine Prognose nicht nach oben schraube.

DüsseldorfDer Einzelhandelsverband HDE hält trotz steigender Löhne und niedriger Inflation an seiner Prognose eines moderaten Umsatzwachstums von 1,5 Prozent für die Branche 2015 fest. Zwar investierten die Verbraucher, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth am Dienstag in Düsseldorf. Doch kauften die Bundesbürger vor allem „hochwertige Investitionsgüter wie Fahrzeuge oder Immobilien“, sagte Genth. „Der Einzelhandel profitiert nur wenig von der guten Konsumstimmung.“ Immerhin aber habe der Einzelhandel „einen guten Start ins Jahr hingelegt“.

Insgesamt rechnen die deutschen Einzelhändler das sechste Jahr in Folge mit einem Umsatzwachstum. Durch das prognostizierte Plus von 1,5 Prozent sollen die Einnahmen auf gut 466 Milliarden Euro steigen. 2014 war das Plus mit 1,9 Prozent etwas stärker ausgefallen.

Das Konsumklima in Europa hat sich im ersten Quartal 2015 deutlich verbessert. Besonders mit Blick auf die konjunkturelle Entwicklung habe sich die Stimmung der Verbraucher gut entwickelt, teilte das Marktforschungsunternehmen GfK am Dienstag in Nürnberg mit. Vor allem die Bürger in den west- und südeuropäischen Staaten seien davon überzeugt, vom allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung zu profitieren.

Dagegen zeigten sich die Menschen in Osteuropa trotz überwiegend guter Konjunkturdaten skeptischer. „Hier werden der Einfluss des Kriegs in der Ukraine sowie die Auswirkungen der Wirtschaftssanktionen gegen Russland deutlich“, erläuterte die GfK. Der zusammenfassende Konsumklimaindex für die 28 EU-Staaten legte im Lauf des ersten Quartals dennoch um 4,3 Zähler auf 9,8 Punkte zu.

Der Anteil des Einzelhandels am privaten Konsum sinke aber, beklagte der HDE. 2014 habe er bei 28,6 Prozent gelegen. Die Deutschen investierten ihr Geld eben auch in andere Bereiche wie etwa Reisen.

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rtr

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