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23.09.2014

12:03 Uhr

Verbandschef Grillo

BDI macht Regierung für Konjunkturflaute mitverantwortlich

Für die Verbesserung der Wettbewerbsbedingungen habe die Bundesregierung zu wenig getan, urteilt der BDI. Verbandspräsident Ulrich Grillo fordert jetzt mehr Investitionen in die Infrastruktur und des schnellen Internets.

Industriepräsident Ulrich Grillo macht die Bundesregierung für die Konjunktur in Deutschland mitverantwortlich. dpa

Industriepräsident Ulrich Grillo macht die Bundesregierung für die Konjunktur in Deutschland mitverantwortlich.

BerlinIndustriepräsident Ulrich Grillo macht die Politik der Bundesregierung für die Schwächephase der deutschen Wirtschaft mitverantwortlich. „Die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung wirkt nicht unbedingt vertrauensstärkend“, sagte der Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) am Dienstag in Berlin. Sie habe zu wenig getan, um die Rahmenbedingungen zu verbessern. „Die gute Wirtschaftslage wurde als gegeben hingenommen“, sagte Grillo.

Deutschland müsse nun vor allem wieder mehr investieren. „Deutschland ist im Begriff, seine Verkehrswege zu ruinieren – sie bröckeln“, warnte Grillo. Auch in den Ausbau schneller Internetverbindungen und für die Energiewende müsse mehr Geld ausgegeben sowie Forschung und Innovationen steuerlich gefördert werden.

Größte Volkswirtschaften 2013 - 2028

Rang 10

2013
Kanada
1,8 Billionen Dollar
2028
Kanada
3,7 Billionen Dollar
Quelle: CEBR. Angaben beziehen sich auf das geschätzte Bruttoinlandsprodukt

Rang 9

2013
Italien
2,1 Billionen Dollar
2028
Mexiko
3,7 Billionen Dollar

Rang 8

2013
Russland
2,1 Billionen Dollar
2028
Russland
4,1 Billionen Dollar

Rang 7

2013
Brasilien
2,2 Billionen Dollar
2028
Großbritannien
4,3 Billionen Dollar

Rang 6

2013
Großbritannien
2,65 Billionen Dollar
2028
Deutschland
4,3 Billionen Dollar

Rang 5

2013
Frankreich
2,7 Billionen Dollar
2028
Brasilien
5,1 Billionen Dollar

Rang 4

2013
Deutschland
3,6 Billionen Dollar
2028
Japan
6,4 Billionen Dollar

Rang 3

2013
Japan
5 Billionen Dollar
2028
Indien
6,6 Billionen Dollar

Rang 2

2013
China
8,9 Billionen Dollar
2028
USA
32,2 Billionen Dollar

Rang 1

2013
USA
16,7 Billionen Dollar
2028
China
33,5 Billionen Dollar

Der BDI rechnet für 2014 nur noch mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 1,5 Prozent, nachdem zu Jahresbeginn noch zwei Prozent vorausgesagt worden waren. „Die Aussichten sind nicht allzu rosig“, sagte Grillo mit Blick auf zahlreiche internationale Krise wie die in der Ukraine. „Allerdings besteht auch kein Anlass zur Schwarzmalerei.“

Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr Christian Feld

23.09.2014, 12:38 Uhr

Grillo fordert jetzt also was?

- Dass der Staat die Steuern (wie MwSt) erhöht, um jene Investitionen bezahlen zu können?
- Dass der Staat die Verschuldung weiter erhöht und so der Mehrheit der Bürger einen weiteren Klotz ans Bein bindet?

Ich bin dafür, dass jene Investitionen in Straßenbau und Internet über höhere Steuerzahlungen finanziert werden: Von jenen, welche sich derzeit durch Steuertricks zulasten der Mehrheit der Bürger darum drücken, ihren Teil beizusteuern.

Herr D. Dino54

24.09.2014, 10:40 Uhr

Hat die Industrie noch nicht genug von der "Politik" erhalten ?

- geduldete Steuer - Oasen

- Steuergelder u.a. für Entwicklung für Unternehmen !
Beispiel:
1 Unternehmen bekommt 1 Mrd. € / Jahr Steuergelder
und hat als "Dank" mehrere Fluglinien in Steuer-Oasen "installiert"

- unverschämte Konditionen in Leih- und Werksverträge !

- geduldeter Lohn-Dumping-Vandalismus in der EU !

- verminderter Verbraucherschutz !

- Missachtung von Menschenrechte / siehe Fleischindustrie

- Vorteilnahme über unsere "Volksvertreter" durch den kranken Lobbyismus !

Was wollt IHR noch mehr ?

Diese Art von Kapitalismus ist zuwider !!!

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