Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.01.2004

07:46 Uhr

Verbraucher deutlich zuversichtlicher – Ökonomen erwarten 2004 kräftiges Wachstum

US-Industrie auf Erholungskurs

Die Industrie in den USA setzt ihren Erholungskurs fort. Davon sind führende Ökonomen überzeugt. Auf den ersten Blick kommt der Anstieg der Produktion im Dezember um nur 0,1 % gegenüber November zwar bescheiden daher.

pbs DÜSSELDORF. Wirtschaftsforscher hatten mit einem höheren Zuwachs gerechnet, weil die monatliche Umfrage unter Einkaufsmanagern in der Industrie (ISM-Index) so positiv ausgefallen war wie seit zwanzig Jahren nicht mehr; die Auftragslage sei sogar so gut wie seit 50 Jahren nicht mehr, hatten die Manager zu Protokoll gegeben.

Doch trotz des geringen Anstiegs gaben sich Experten zuversichtlich: „Unter der Oberfläche sieht die Industrieproduktion nicht so schwach aus“, erläutert etwa Joseph A. LaVorgna, Ökonom bei der Deutschen Bank. Denn es seien vor allem die Energieversorger, die weniger hergestellt haben – und das trotz des kalten Wetters. „Deren Output kann sehr stark schwanken“, gibt LaVorgna zu Bedenken. In Schwung kam die Fertigung dagegen in der Automobilbranche, im Maschinenbau und bei der Produktion von Halbleitern und Computern.

Zudem stimmt es Ökonomen zuversichtlich, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) am vergangenen Freitag gleichzeitig den Anstieg der Produktion im November um 0,1 Prozentpunkte auf 1,0 % nach oben korrigiert hat.

Dass der Weg zur Genesung für die Industrie noch lang ist, zeigt die weiterhin niedrige Kapazitätsauslastung von 75,8 %. Damit rücke eine mögliche Erhöhung der Leitzinsen durch die Fed weiter in die Ferne, glaubt Ian Morris, Ökonom bei der Bank HSBC. In der Vergangenheit habe die Fed die Zinsen erst dann erhöht, wenn die Kapazitätsauslastung über 82 % gelegen habe.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×