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16.08.2011

13:09 Uhr

Verbraucherpreise im Juli

Britischer Notenbankchef rechnet mit fünf Prozent Inflation

Die Preise in Großbritannien steigen in immer bedrohlichere Höhen. Im Juli erreichte die Inflation einen neuen Höchstwert. Der Chef der britischen Notenbank erwartet nun einen Anstieg auf fünf Prozent.

Der Gouverneur der Bank of England, Mervyn King. Quelle: ap

Der Gouverneur der Bank of England, Mervyn King.

LondonIn Großbritannien ist die Inflation im Juli überraschend stark gestiegen. Die jährliche Inflationsrate sei von 4,2 Prozent im Juni auf 4,4 Prozent gestiegen, teilte die nationale Statistikbehörde in London mit. Am Markt wurde eine Rate von 4,3 Prozent erwartet. Damit hat sich die Jahresinflation weiter von dem Zielwert der britischen Notenbank bei zwei Prozent entfernt. Im Monatsvergleich blieben die Verbraucherpreise im Juli unverändert.

Nach Ansicht der Bank von England wird der starke Teuerungsdruck in Großbritannien im kommenden Jahr nachlassen. „Es ist wahrscheinlich, dass die Inflation in den kommenden Monaten auf fünf Prozent steigt. (...) 2012 sollte die Teuerung dann zurückgehen, allerdings sind Timing und Ausmaß des Rückgangs sehr unsicher“, schrieb Notenbankgouverneur Mervyn King in einem am Dienstag in London veröffentlichten Brief an Finanzminister George Osborne.

Wie am Dienstag bekannt wurde, lag die Inflationsrate im Juli bei 4,4 Prozent und damit mehr als doppelt so hoch wie der von Regierung und Zentralbank angepeilte Zielwert von zwei Prozent. In einem solchen Fall muss die Bank of England in einem Brief an die Regierung Stellung nehmen und darlegen, was sie gegen die Inflation tun will. King erklärte, er gehe davon aus, dass vor allem zeitlich begrenzte Einflüsse für den starken Teuerungsdruck verantwortlich seien, wie etwa der weltweite Anstieg der Rohstoffpreise.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Kackbolzen

16.08.2011, 13:15 Uhr

Die BoE weiß, wie man sich der Staatsschulden entledigt. Einfach mittels der Inflationssteuer, und die Bürger zahlen mit ihrem Ersparten.
Dauert nicht mehr lange, und in der Eurozone raucht auch die Inflation. Aber wie sagte dieser hirnlose Bofinger? "Von Inflation zu reden ist doch neurotisch." Der Wirtschaftsweise, der nix weiß...

Chefoekonom

16.08.2011, 13:31 Uhr

So ist es. Ein Inflation während einer Rezession (falls den eine kommt) ist nicht ganz einfach, aber die riesigen digitalen Geldberge, die keinen Gegenwert haben müssen irgendwann wieder abgetragen werden. Ich rechne bereits seit 2008 und den ganzen Rettungsschirmen für Banken und Konjunkturmaßnahmen, dass die Inflation in den kommenden 10-15 Jahren sehr viel höher sein wird, als in den letzten Jahrzehnten. Schließlich versteht auch der ein oder andere Politiker, dass die Schulden nominal nicht mehr weniger werden können.

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