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06.01.2014

16:15 Uhr

Verbraucherpreise

Inflationsrate fällt auf 1,5 Prozent

An den Tankstellen und beim Arzt haben es die Verbraucher 2013 besonders stark gespürt: Dank sinkender Energiepreise und des Wegfalls der Praxisgebühr hat die Inflation nachgelassen. Lebensmittel sind teurer geworden.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Inflationsrate um einen halben Prozentpunkt gefallen. dpa

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Inflationsrate um einen halben Prozentpunkt gefallen.

WiesbadenFallende Preise für Kraftstoffe und Heizöl haben die Inflationsrate in Deutschland im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit 2010 gedrückt. Die Verbraucherpreise stiegen 2013 um 1,5 Prozent nach 2,0 Prozent im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Montag nach ersten Berechnungen in Wiesbaden mitteilte. Die Jahresteuerung liegt damit deutlich unter der Zielmarke der Europäischen Zentralbank, die Preisstabilität bei einer Rate knapp unter zwei Prozent gewahrt sieht. Dies lässt der EZB Spielraum für eine weitere Lockerung der Geldpolitik.

Im Dezember zog die Inflation allerdings leicht an. Vor allem Nahrungsmittel waren mit plus 3,8 Prozent erneut deutlich teurer als im Vorjahr. Erstmals seit Monaten stiegen auch die Energiepreise wieder geringfügig um 1,1 Prozent - im Gesamtjahr 2013 dürften sie aber bundesweit gepurzelt sein.

Das Statistische Bundesamt gibt die Details erst am 16. Januar bekannt. Das nordrhein-westfälische Landesamt in Düsseldorf meldete am Montag jedoch etwa ein Minus bei den Kraftstoffpreisen von 3,3 Prozent - damit wurde Sprit im Jahresdurchschnitt erstmals seit 2009 wieder günstiger. Der ADAC trat bereits auf die Euphoriebremse: „Trotz der für die Autofahrer erfreulichen Entwicklung war 2013 das zweitteuerste Tankjahr aller Zeiten“, schränkte der Automobilclub ein.

Heizöl verbilligte sich nach den Angaben aus Düsseldorf im Jahresdurchschnitt sogar um 5,9 Prozent. Dagegen zogen die Strompreise aufgrund der im Zuge der Energiewende erhöhten Umlagen überdurchschnittlich um 11,2 Prozent an.

Bundesweit stiegen die Verbraucherpreise im Dezember im Vergleich zum Vormonat November um 0,4 Prozent. Auf Jahressicht legten sie um 1,4 Prozent zu - nach 1,3 Prozent im November und dem Jahrestief von 1,2 Prozent im Oktober.

Kommentare (5)

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mueller

06.01.2014, 16:46 Uhr

die Inflation liegt bei 1,5%. Die Rentnerinnen im Westen
haben dafür 0,25% Rentenerhöhung erhalten. Warum werden
diese von Frau Merkel betrogen und die Politiker- und
Beamtenpensionen werden dafür im Gegensatz königlich be-
lohnt. Sozial, gerecht; warum hat man diesen Staat eigentlich mitaufgebaut???? Wofür??

Account gelöscht!

06.01.2014, 16:48 Uhr

Warum titelt die das HB nicht. "Die Kaufkraft ihrer Ersparnisse und sämtliche künftigen Ansprüche aus den Sozialkassen fällt um 1,5%"

Auch dieses Jahr haben wir Euch wieder 1,5% gestohlen. Herzlichen Dank, Eure Hüter der Geldwertstabilität, Draghi und Bernanke.

Und nach den Weihnachtsferien wieder mit neuem Elan im Stollen malochen und die Wertschöpfung bei uns abliefern. Genug geredet, fangt endlich wieder an zu arbeiten... :-)

Account gelöscht!

06.01.2014, 17:16 Uhr

wer der amtlichen veröffentlichen Inflationsrate glaubt, glaubt auch an den Osterhasen. Seit Einführung des Euro haben sich die Lebenshaltungskosten für Lieschen Müller verdoppelt. Steigerung p. a. ca.8 %.

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