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12.01.2005

08:30 Uhr

Verbraucherpreise stärker als in den zwei vergangenen Jahren gestiegen

Preistreiber Gesundheitsreform

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind 2004 mehr gestiegen als in den beiden Vorjahren. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch auf der Basis endgültiger Berechnungen mitteilte, zogen die Preise 2004 im Jahresvergleich um 1,6 % an - nach einem Anstieg von nur 1,1 % im Jahr 2003 und 1,4 % im Jahr 2002.

HB WIESBADEN. Zuletzt hatte die Inflationsrate im Jahr 2001 mit 2,0 % höher gelegen. 2003 hatte die Teuerungsrate im Jahresschnitt 1,1 % betragen. Vor allem gestiegene Kosten für Rohöl und Preiserhöhungen durch die Gesundheitsreform und Tabaksteuer hatten die Preise im vergangenen Jahr nach oben getrieben - ohne diese Einflüsse hätten die Preise lediglich um 0,4 % zugelegt.

Im Dezember 2004 zog die monatliche Teuerung nach Angaben des Amtes noch einmal kräftig an. Im Vergleich zum Vormonat verteuerten sich die Verbraucherpreise um 1,0 %. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Preise damit um 2,1 %. Damit revidierte das Amt seine erste Schätzung von Ende Dezember leicht nach oben. Grund für die Preissteigerungen waren vor allem teurere Pauschalreisen in der Weihnachtszeit sowie die erneute Erhöhung der Tabaksteuer zum 1. Dezember.

Der für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) maßgebliche harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) legte im Dezember den Angaben zufolge zum Vormonat um 1,1 % zu und lag damit 2,2 % über dem Niveau vom Dezember 2003.

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