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25.10.2011

14:02 Uhr

Verbraucherstimmung

Warum die Kauflaune 2012 anhalten könnte

Für das kommende Jahr befürchten Unternehmer und Börsianer einen herben Knick in der Verbraucherstimmung. Tatsächlich spricht aber einiges auch dafür, dass die Kauflaune 2012 nicht ins Bodenlose sinkt.

GfK: Kaufen gegen die Krise

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BerlinWährend Unternehmer und Börsianer die Konjunkturaussichten immer schlechter einschätzen, hält sich die Verbraucherstimmung erstaunlich gut. Für November sagt die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) sogar ein besseres Konsumklima voraus. Was dafür spricht, dass die Kauflaune im kommenden Jahr trotz des erwarteten Abschwungs nicht einbricht:

Löhne

Trotz der Konjunkturabkühlung sollen sie weiter steigen. Für dieses Jahr erwartet die Bundesregierung ein Plus bei den verfügbaren Einkommen von 3,2 Prozent, das im kommenden Jahr mit 2,9 Prozent fast genauso stark ausfallen soll. „Die verfügbaren Einkommen verzeichnen damit in zwei aufeinander folgenden Jahren den größten Anstieg seit dem Wiedervereinigungsboom“, sagt Wirtschaftsminister Philipp Rösler.

Hauptgrund dafür: In der Lohn- und Gehaltsrunde 2011 wurden viele Vereinbarungen getroffen, die bis in das Jahr 2012 reichen. Wegen der bis dahin noch günstigeren gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen fielen die Abschlüsse höher aus als in den Vorjahren.

Arbeitslosigkeit

Weniger Arbeitslose, mehr Beschäftigte: Am Arbeitsmarkt soll es auch 2012 weiter bergauf gehen. Die Zahl der Arbeitslosen wird nach Prognose der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute um knapp 200.000 auf 2,8 Millionen sinken, die Beschäftigung um fast 200.000 auf den Rekordwert von knapp 41,3 Millionen steigen.

Renten

Die 20 Millionen Ruheständler haben im Sommer rund ein Prozent mehr Rente erhalten. Die Wirtschaftsinstitute gehen in ihrem Herbstgutachten davon aus, dass sie „Mitte 2012 voraussichtlich stärker als im laufenden Jahr erhöht werden“. Erwartet wird zudem, dass der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung von 19,9 auf 19,6 Prozent sinkt.

Inflation

Entlastung dürfte von der Preisfront kommen. Die Inflationsrate wird nach Prognose der Bundesregierung im kommenden Jahr von 2,3 auf 1,8 Prozent fallen und damit wieder unter der Zwei-Prozent-Marke liegen, bis zu der die Europäische Zentralbank von stabilen Preisen spricht. Grund dafür ist vor allem die schwächere Weltkonjunktur, die den Anstieg der Rohstoffpreise dämpft.

Von

rtr

Kommentare (1)

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sterbende_demokratie

25.10.2011, 15:08 Uhr

Dieser Bericht könnte genauso gut aus dem Moskau des Jahres 1969 stammen.

Für wie blöde hält unsere Bundesregierung eigentlich die Deutschen?

Da sag noch mal einer Deutschland hätte keinen Propagandaminister mehr!

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