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08.01.2010

17:23 Uhr

Verhaltenes Wachstum

Institute sehen Euroraum minimal im Aufwind

Führende Ökonomen der Institute Ifo, ISAE (Italien) und INSEE (Frankreich) sehen den Euroraum minimal im Aufwind. Die einsetzende Erholung und das gleichzeitige Auslaufen vieler Konjunkturpakete neutralisieren sich nach den Berechnungen gegenseitig.

Ifo-Chef SInn: Euroraum minimal im Aufwind. dpa

Ifo-Chef SInn: Euroraum minimal im Aufwind.

HB BERLIN. Die Konjunkturerholung in der Euro-Zone wird nach Einschätzung führender Wirtschaftsforscher vorerst verhalten ausfallen. Die Rezession sei aber überwunden, teilten das Münchner Ifo-Institut, das italienische ISAE und die französische Statistikbehörde INSEE am Freitag mit.

Für das vierte Quartal 2009 sagen sie ein Wachstum von 0,3 Prozent voraus, gefolgt von jeweils 0,2 Prozent im Winter und Frühjahr 2010. Insbesondere die auslaufenden Konjunkturprogramme, die verschärften Kreditbedingungen sowie die angespannte Lage am Arbeitsmarkt wirken nach Ansicht der Forscher als Wachstumsbremse. Die Industrieproduktion wird demnach nur verhalten zulegen. Die Investitionen werden wegen der niedrigen Auslastung der Kapazitäten zudem zunächst weiter sinken.

Der private Konsum wird laut Prognose im ersten Halbjahr nur schwach zulegen und damit kaum zum Wirtschaftswachstum beitragen. "Die Kaufkraft dürfte aufgrund von Steuererleichterungen insbesondere in Deutschland zum Jahreswechsel gestützt werden, dennoch ist die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes anhaltend hoch, was eine Zunahme des Vorsichtssparens begünstigen dürfte", schrieben die Forscher.

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