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02.09.2011

07:47 Uhr

Verschuldung

Chinas Zentralbank warnt vor Weltwirtschaftsrisiken

Auch die Schwellenländer bekommen die Folgen der strafferen Geldpolitik zu spüren: Chinas Zentralbank warnt vor der Schuldenrisiken der Staaten, die die "weltweite wirtschaftliche Erholung beeinträchtigen".

Chinas Zentralbank warnt vor den Folgen der strafferen Geldpolitik. dpa

Chinas Zentralbank warnt vor den Folgen der strafferen Geldpolitik.

PekingDie Risiken für die Weltwirtschaft nehmen nach Einschätzung der chinesischen Zentralbank zu. Das verlangsamte Wachstum und der steigende Inflationsdruck in Schwellen- wie Industriestaaten seien eine Belastung für den Aufschwung, sagte Ma Delun, ein Vize-Gouverneur der Notenbank am Freitag bei einem finanzwirtschaftlichen Forum im Westen der Volksrepublik. „Die langfristige fiskalische Stabilität der USA ist gefährdet, die europäische Schuldenkrise verfestigt sich und das Staatsdefizit Japans wächst“, zitierte der „China News Service“ den Zentralbanker. „Die Schuldenrisiken der Staaten sind zu einer großen Herausforderung geworden, die die weltweite wirtschaftliche Erholung beeinträchtigen.“

Auch die bisherige Wachstumslokomotive der Weltwirtschaft steht nicht mehr unter vollem Dampf: Die Schwellenländer spürten die Folgen einer strafferen Geldpolitik und ihre Wachstumsraten ließen nach, sagte Ma. Damit erhöhten sich auch die Risiken für die weitere Entwicklung weltweit. Chinas Zentralbank zügelt seit Monaten ihre Geldpolitik, um der zweitgrößten Volkswirtschaft nach ihrem Wachstumshöhenflug zu einer sanften Landung verhelfen. Zugleich kommt aber mit den USA auch die weltweite Nummer eins nicht in Schwung: Die Regierung in Washington senkte ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr am Donnerstag deutlich auf 1,7 Prozent von bislang 2,6 Prozent.

Von

rtr

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

02.09.2011, 08:31 Uhr

Toll, China hat fast ebenso viel Schulden wie Japan, mehr als doppelt so viel wie wir und beklagt die Sparpolitik der Industrieländer.
Dann macht Pekingente Peng, darauf einen Dujardin.

Pendler

02.09.2011, 09:00 Uhr

Fakt ist, die Chinesen sind die aktuellen Geldgeber der westlichen Nationen. Und wer das Geld gibt, dem hat man zu gehorchen.

Früher wurden die dt. Politiker von den dt. Banken festgelegt
heute diktieren die EU-Banker
und morgen werden die chinesen so über Dt. bestimmen, wie es die Siegermächte nach dem II. WK gemacht haqben.

Account gelöscht!

02.09.2011, 10:11 Uhr

Der Westen braucht China, doch China nicht den Westen, nicht mehr. Den Kollaps der westlichen Industriestaaten kann China problemlos wegstecken.
Ein Drittel der chinesischen Bevölkerung hat keine Elektrizität. Kein Wunder also, dass wir schon längst bei der Entwicklung von grüner Energie/Technologie überholt wurden, produziert auf modernsten Maschinenparks Made in Germany. Ich bewundere die Chinesen.
Die wertlosen amerikanischen Papierschnipsel können sie verfeuern, ist zwar ärgerlich, doch insgesamt juckt sie das nicht.
Chinas gigantischer Binnenmarkt, eine Situation wie in Europas nach dem II.WK, wo alles darnieder liegt und aufgebaut werden muss, reicht für die nächsten 50 Jahre aus, um Wohlstand für alle zu schaffen. Ein fleißiges Volk, das derzeit viele Entbehrungen auf sich nimmt.

Das Platzen der chinesischen Immobilienblase kann niemand verhindern. Das trifft vor allem den Westen, die BRD. In den letzten paar Jahren hatten wir nicht unerheblich von den leerstehenden Millionenstädten partizipiert. China wird dadurch vielleicht um 1 Jahr zurückgeworfen, dann geht´s wieder nach oben.

1990 hatten wir genau die selben Chancen in der DDR. Doch keine einzige wurde wahr genommen. Jedes Jahr werden 100 Milliarden Euro rübergeschaufelt, die nicht für die vertraglich vereinbarten Zwecke verwendet werden, sondern illegal für den privaten Konsum abgezweigt.
So geht das auch mit dem Aufschwung, sogar ohne Arbeiten – bis der Geldsegen aus dem Westen versickert. Na ja, vielleicht auch eine Frage der Intelligenz.

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