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28.01.2010

17:00 Uhr

Video-Live-Stream

Wie der deutsch-amerikanische Handel läuft

VonMichael Backfisch

Berappelt sich der Dollar wieder und beflügelt damit die deutschen Exporte in die USA? Oder treibt der schwächelnde "Greenback" immer mehr deutsche Firmen zum Produktions-Standort Amerika? Und wann fasst die US-Konjunktur nach der Finanzkrise wieder Tritt?

Mercedes-Produktion in Alabama. Deutsche Autobauer wollen in Amerika wieder Gas geben. ap

Mercedes-Produktion in Alabama. Deutsche Autobauer wollen in Amerika wieder Gas geben.

CHICAGO. Diese und andere Fragen sollen heute in einem hochkarätig besetzten Wirtschaftsforum der Deutsch-Amerikanischen Handelskammern beantwortet werden. Mehr als 200 Spitzenkräfte aus Politik und Business nehmen an der Veranstaltung in Chicago teil. Sie können die Diskussionen heute zwischen 19.00 und 21.30 Uhr deutscher Zeit per Video-Live-Stream verfolgen.

Hier ein kurzer Überblick über das Programm des Live-Streams:

  • 19.00 bis 19.05 Uhr: Einführung durch David Braun, Chairman der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer in Chicago.
  • 19.05 bis 19.25 Uhr: "Keynote speech" von DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann.
  • 19.25 bis 19.55 Uhr: Lunch-Pause
  • 19.55 bis 20.00 Uhr: Handelsblatt-Korrespondent Michael Backfisch stellt die Wirtschaftsexperten Joachim Scheide, Chef des Prognose-Zentrums im Kieler Institut für Weltwirtschaft, sowie Diane Swonk, Chef-Volkswirtin des Beratungs-Unternehmens Mesirow Financial, vor.
  • 20.00 bis 20.15 Uhr: Joachim Scheide, Chef des Prognose-Zentrums im Kieler Institut für Weltwirtschaft, gibt einen Überblick über die Lage in Deutschland und Europa.
  • 20.15 bis 20.30 Uhr: Diane Swonk, Chef-Volkswirtin des Beratungs-Unternehmens Mesirow Financial, beleuchtet die Konjunktur-Situation in den USA.
  • 20.30 bis 21.27 Uhr: Podiumsdiskussion mit Joachim Scheide vom Kieler Institut für Weltwirtschaft, Diane Swonk von Mesirow Financial, Matthias Schoenberg von Continental USA sowie Klaus-Peter Statz von Deutsche Telekom USA. Michael Backfisch, Nahost-Korrespondent und ehemaliger USA-Berichterstatter für das Handelsblatt, moderiert die Podiumsdiskussion.
  • 21.27 bis 21.30 Uhr: Schlusswort von David Braun von der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer in Chicago.


Die letzten Signale deuten darauf hin, dass deutsche Firmen in Amerika wieder Gas geben. So stocken Daimler, BMW und VW trotz dramatischer Absatzrückgänge in den vergangenen Monaten ihre Produktion und Vertriebskapazitäten wieder auf. Die Auto-Konzerne wollen ihren Marktanteil durch Milliarden-Investitionen von derzeit sieben auf rund zehn Prozent hochfahren. Mercedes wird künftig die C-Klasse teilweise im US-Bundesstaat Alabama bauen. BMW erweitert seine Fertigung in South Carolina. VW zieht sogar in Tennessee eine neue Fabrik hoch. In Amerika scheint der schlimmste Einbruch vorüber. Experten schätzen, dass der Markt in diesem Jahr wieder um zehn bis 15 Prozent auf rund zwölf Millionen Autos wachsen wird. Damit bleibt er viermal so groß wie der deutsche.

Auch mittelständische Betriebe wittern Morgenluft. Nach einer repräsentativen Umfrage der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer in Chicago wollen 81 Prozent der deutschen Firmen in den USA 2010 keine weiteren Stellen einsparen. Im vergangenen Jahr bauten noch 43 Prozent ab. Fast drei Viertel aller Unternehmen sind für 2010 optimistisch und erwarten ein moderates Wachstum. Der Zugang zu Krediten war für die meisten Firmen kein größeres Problem. Viele äußerten sich allerdings besorgt über den hohen Eurokurs. Fast die Hälfte der deutschen Unternehmen rechnet mit einer weiteren Schwächung des Dollar, was deutsche Exporte in die USA teurer machen würde.

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