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02.09.2012

14:12 Uhr

Vietnam

Ein Land auf Überholspur

VonStefan Mauer

Vietnam ist ein Aufsteiger im Gefolge Chinas. Das Land wandelt sich derzeit und wird mehr und mehr erfolgreich – viele Elektrohersteller produzieren hier. Noch ist die lokale Wirtschaft aber anfällig für Rückschläge.

Kundin und Verkäuferin auf einem Markt in Hanoi, Vietnam. dpa

Kundin und Verkäuferin auf einem Markt in Hanoi, Vietnam.

MumbaiIn den Fußstapfen des großen Nachbarn China geht auch Vietnam den Weg vom Billiglohnland zum Standort für anspruchsvollere Fertigung. Das südostasiatische Land ist regelmäßig dabei, wenn Experten die nächste Welle von Schwellenländern definieren, so auch in den von Goldman Sachs ausgewählten "Next Eleven".

Doch der Weg ist noch weit – mit einem Durchschnittseinkommen von gerade einmal 800 Dollar pro Jahr ist das Land arm. Entsprechend sind die Arbeitskosten so niedrig wie fast nirgendwo sonst auf der Welt, und 60 Prozent der Einwohner sind jünger als 40 Jahre.

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Malaysia macht derzeit eine Transformation durch: vom Rohstoffexporteur zu einem Industrieland mittleren Niveaus. Und das soll noch nicht alles gewesen sein. Aber auch in diesem Land warten Hürden.

Seit Vietnam 1986 die Zentralverwaltungswirtschaft offiziell aufgegeben hat, entwickelt sich eine sozialistische Marktwirtschaft. Wie in China öffnet die Kommunistische Partei die Märkte, behält aber politisch alle Fäden in der Hand. Die voranschreitende Privatisierung hat eine konsumfreudige Mittelschicht entstehen lassen – in Vietnam gibt es fast doppelt so viele Mobiltelefone wie Einwohner. Rund die Hälfte der großen Unternehmen gehört zwar noch dem Staat, doch auch hier hat der Privatisierungsprozess begonnen.

Die Wirtschaft ist aber noch anfällig für Rückschläge, wie letzte Woche die Verhaftung des Mitgründers und Teilhabers der Asia Commercial Bank, Nguyen Duc Kien, zeigte. Sie löste einen Bank-Run aus und ließ die Börsenkurse in Hanoi einbrechen. Der Staat hielt mit Garantien die Kunden davon ab, ihre Konten bei der Bank leerzuräumen.

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