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24.03.2017

11:22 Uhr

Vor der Präsidentenwahl

Frankreich verpasst 2016 sein Defizitziel knapp

In rund einem Monat wählt Frankreich einen neuen Präsidenten. Ein zentrales Problem des Landes sind die Schulden. Im vergangenen Jahr hat die Regierung das Haushaltsdefizit zwar gesenkt, aber nicht so stark wie geplant.

Die zweitgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone kämpft mit seiner Verschuldung und hatte von der EU bereits zweimal einen Aufschub bekommen. dpa

Verschuldet

Die zweitgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone kämpft mit seiner Verschuldung und hatte von der EU bereits zweimal einen Aufschub bekommen.

ParisFrankreich hat sein Haushaltsdefizit im vergangenen Jahr erneut gesenkt, aber nicht so stark wie geplant. Das Staatsdefizit lag bei 3,4 Prozent der Wirtschaftskraft, wie die Statistikbehörde Insee am Freitag bekanntgab. Die Regierung hatte minus 3,3 Prozent angepeilt. Frankreich will 2017 erstmals seit zehn Jahren wieder die europäische Defizitgrenze von drei Prozent der Wirtschaftsleistung einhalten.

Die Schulden sind ein zentrales Problem des Landes, das in rund einem Monat einen neuen Präsidenten wählt. Die zweitgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone hatte von der EU bereits zweimal einen Aufschub bekommen, um seine Neuverschuldung in den Griff zu bekommen.

Der französische Rechnungshof hält das Defizit-Ziel der Regierung von 2,7 Prozent jedoch für schwierig zu erreichen. Die Finanzkontrolleure hatten Anfang Februar gewarnt, dass Staatseinnahmen überschätzt und einige Ausgaben unterschätzt sein könnten. Der Gesamt-Schuldenstand Frankreichs erreichte im vergangenen Jahr 96 Prozent der Wirtschaftsleistung, ein Plus von 0,4 Prozentpunkten. Erlaubt sind hier nach den Euro-Stabilitätskriterien eigentlich 60 Prozent.

Von

dpa

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