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03.12.2013

08:33 Uhr

Vor Steuererhöhung

Japan plant milliardenschweres Konjunkturprogramm

Die japanische Mehrwertsteuer steigt kommendes Jahr. Damit das die Wirtschaft nicht bremst, will die japanische Regierung laut informierten Kreisen ein Konjunkturpaket entwerfen und dafür 39 Milliarden Euro aufbringen.

Japans Premierminister Shinzo Abe will wohl die Wirtschaft ankurbeln. dpa

Japans Premierminister Shinzo Abe will wohl die Wirtschaft ankurbeln.

TokioDie japanische Regierung will Kreisen zufolge ihre Wirtschaft mit einem milliardenschweren Konjunkturpaket anschieben. Sie wolle dafür umgerechnet etwa 39 Milliarden Euro in die Hand nehmen, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag von mit den Plänen vertrauten Personen. Die Regierung wolle darüber am Donnerstag entscheiden. Eine konkrete Summe wolle sie aber offiziell erst bekanntgeben, wenn das Kabinett den Nachtragshaushalt am 12. Dezember unter Dach und Fach gebracht habe.

Mit den Milliarden will die Regierung die Konjunktur vor der für das kommende Jahr geplanten Anhebung der Mehrwertsteuer stützen. Sie soll im April von fünf auf acht Prozent steigen, was Konsum und Investitionen zeitweise bremsen dürfte.

Eckpunkte der neuen japanischen Geldpolitik

Festes Inflationsziel

Die Bank von Japan legt sich fest: Innerhalb von zwei Jahren wird sie eine Inflationsrate von zwei Prozent erreichen.

Verdoppelung der Geldbasis

Die Geldbasis soll von jetzt 138 Billionen Yen auf 270 Billionen Yen im Jahr 2014 steigen. Umgerechnet geht es um eine Steigerung von 1,05 Billionen Euro auf 2,05 Billionen Euro.

Kauf von Staatsanleihen

Die Bank von Japan will 77 Prozent des frischen Zentralbankgelds in Staatsanleihen mit langer Laufzeit investieren. Die durchschnittliche Laufzeit ihrer Staatsanleihen soll von drei auf sieben Jahre steigen.

Dauer der Maßnahmen

Die Zentralbank legt sich darauf fest, so lange an der expansiven Geldpolitik festzuhalten, bis sie ihr Inflationsziel erreicht hat.

Aussetzung des Banknoten-Prinzips

Die Bank von Japan setzt zeitweilig das Banknoten-Prinzip außer Kraft, wonach sie nicht den Wert der im Umlauf befindlichen Banknoten überschreiten darf.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Oeconomicus

03.12.2013, 19:49 Uhr

Hintergründe zum segensreichen Wirken der Abenomics
http://oconomicus.wordpress.com/category/okonomie/abenomics/

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