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15.05.2014

03:43 Uhr

Vor Steuererhöhung

Japans Wirtschaft legt im ersten Quartal kräftig zu

Japans Wirtschaft im Aufschwung: Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt Quartal wuchs im ersten Quartal deutlich. Grund dafür war unter anderem die Mehrwertsteuererhöhung. Sorgen bereiteten die Exporte.

Wachstum statt Stagnation: Die japanische Wirtschaft scheint sich gefangen zu haben. ap

Wachstum statt Stagnation: Die japanische Wirtschaft scheint sich gefangen zu haben.

TokioDie japanische Wirtschaft ist im ersten Quartal so stark gewachsen wie seit über zwei Jahren nicht mehr. Grund dafür war unter anderem die Mehrwertsteuererhöhung, die im April von fünf auf acht Prozent gestiegen war. Im Vorfeld machten die Verbraucher noch zahlreiche Anschaffungen, da viele Waren teurer wurden. Auch Firmen investierten mehr.

Von Januar bis März wuchs das Bruttoinlandsprodukt aufs Jahr hochgerechnet um 5,9 Prozent, wie aus Regierungsdaten vom Donnerstag hervorgeht. Von Reuters befragte Analysten hatten dagegen nur mit einem Plus von 4,2 Prozent gerechnet. Es war der stärkste Anstieg seit dem dritten Quartal 2011. Die Wirtschaftsleistung der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt nach den USA und China legte das sechste Quartal in Folge zu.

Die privaten Konsumausgaben, die etwa 60 Prozent der Wirtschaftsleistung ausmachen, stiegen gegenüber dem Vorquartal um rund zwei Prozent. Ein ähnliches Hoch hatte es zu Jahresbeginn 1997 gegeben - ebenfalls kurz vor der letzten Erhöhung der Mehrwertsteuer. Firmen investierten 4,9 Prozent mehr als noch ein Vierteljahr zuvor. Das war mehr als doppelt so viel wie von Analysten erwartet und die höchste Rate seit mehr als zwei Jahren. Das deutet darauf hin, dass sich die japanische Wirtschaft schneller von dem Sondereffekt der Mehrwertsteuererhöhung erholen könnte als gedacht. Wenn Firmen mehr investieren entstehen üblicherweise mehr Arbeitsplätze und die Löhne steigen. "Wir gehen davon aus, dass die Wirtschaft von April bis Juni um rund fünf Prozent schrumpfen wird und von Juli bis September dann wieder um rund zwei Prozent zulegt", sagte Analyst Taro Saito vom NLI Research Institute.

Größte Volkswirtschaften 2013 - 2028

Rang 10

2013
Kanada
1,8 Billionen Dollar
2028
Kanada
3,7 Billionen Dollar
Quelle: CEBR. Angaben beziehen sich auf das geschätzte Bruttoinlandsprodukt

Rang 9

2013
Italien
2,1 Billionen Dollar
2028
Mexiko
3,7 Billionen Dollar

Rang 8

2013
Russland
2,1 Billionen Dollar
2028
Russland
4,1 Billionen Dollar

Rang 7

2013
Brasilien
2,2 Billionen Dollar
2028
Großbritannien
4,3 Billionen Dollar

Rang 6

2013
Großbritannien
2,65 Billionen Dollar
2028
Deutschland
4,3 Billionen Dollar

Rang 5

2013
Frankreich
2,7 Billionen Dollar
2028
Brasilien
5,1 Billionen Dollar

Rang 4

2013
Deutschland
3,6 Billionen Dollar
2028
Japan
6,4 Billionen Dollar

Rang 3

2013
Japan
5 Billionen Dollar
2028
Indien
6,6 Billionen Dollar

Rang 2

2013
China
8,9 Billionen Dollar
2028
USA
32,2 Billionen Dollar

Rang 1

2013
USA
16,7 Billionen Dollar
2028
China
33,5 Billionen Dollar

Sorgen bereiteten aber nach wie vor die Exporte. Sollten diese nicht anziehen, könnte die Notenbank gezwungen sein, ihre Geldpolitik bereits im Juli weiter zu lockern, sagen Analysten. Die japanische Zentralbank senkte erst vor kurzem wegen der nur langsamen Exportbelebung ihre Wachstumsprognose. Die Bank of Japan geht nur noch von einem Wachstum von 1,1 Prozent anstatt 1,4 Prozent aus.

Von

rtr

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