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02.09.2011

09:24 Uhr

Wachstumsprognose

Düstere Aussichten für US-Konjunktur

Der amerikanische Wirtschaftsmotor stottert weiter. Die US-Regierung senkt ihre Wachstumsprognose. Wie schlecht es um den Arbeitsmarkt bestellt ist, dürften die neuen Zahlen am Nachmittag offenlegen.

US-Präsident Barack Obama. AFP

US-Präsident Barack Obama.

WashingtonDie USA fallen als Lokomotive der Weltwirtschaft bis auf weiteres aus: Die Regierung senkte ihre Wachstumsprognosen sowohl für dieses als auch für kommendes Jahr deutlich und rechnet mit einer anhaltend hohen Arbeitslosigkeit. Trotz der düsteren Konjunkturaussichten will Präsident Barack Obama das enorme Staatsdefizit deutlich zurückfahren. Das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr nur um 1,7 und im kommenden um 2,7 Prozent wachsen, teilte das Präsidialamt am Donnerstagabend (Ortszeit) in Washington mit. Bislang wurde mit 2,6 und 3,6 Prozent kalkuliert.

Einem Aufschwung steht vor allem die hohe Arbeitslosigkeit im Weg. Die Arbeitslosenquote wird der Prognose zufolge in diesem Jahr bei 9,1 Prozent liegen und 2012 nur minimal auf 9,0 Prozent zurückgehen. Das dämpft die Kauflaune der Amerikaner, deren Konsumausgaben mehr als zwei Drittel der Wirtschaftsleistung ausmachen. In welch schlechter Verfassung der Arbeitsmarkt ist, dürften die am Nachmittag erwarteten neuen Daten zeigen. Experten zufolge sind im August nur noch 75.000 neue Jobs geschaffen worden .

„Der August war ein ziemlich harter Monat für die Wirtschaft“, sagte Ryan Sweet von Moody's Analytics mit Blick auf die heftigen Börsenturbulenzen. „Die Unternehmen dürften die Einstellung von Mitarbeitern erst einmal verschoben haben.“

Die hartnäckig hohe Arbeitslosigkeit gefährdet die Wiederwahl von Obama im kommenden Jahr. Der Präsident will am 8. September seine Pläne für mehr Wachstum und Beschäftigung vorlegen. „Die Projektionen machen deutlich, dass die Wirtschaft rasch angekurbelt werden muss“, sagte der Chefhaushälter im Präsidialamt, Jack Lew. Trotz der schlappen Konjunktur soll die Neuverschuldung kräftig zurückgefahren werden. 2012 soll das Staatsdefizit auf 6,1 Prozent sinken nach 8,8 Prozent in diesem Jahr.

Experten bezweifeln aber, dass ein kräftiger Defizitabbau angesichts widriger Rahmenbedingungen gelingen wird. „Der Präsident geht davon aus, dass das Defizit von 1,3 Billionen Dollar auf 473 Milliarden Dollar 2014 sinkt. Sollen wir das wirklichen glauben?“, fragte Chris Edwards vom Cato Institute in Washington. „Das scheint doch einer sehr optimistische Annahme zu sein.“ Wegen der ausufernden Schulden hatte die Ratingagentur der weltgrößten Volkswirtschaft die höchste Bonitätsnote AAA entzogen - zum ersten Mal in der Geschichte.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Pendler

02.09.2011, 10:14 Uhr

Es soll mal eine Zeit gegeben haben, da waren die USA das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Heute sind sie leider in die Mittelmäigkeit abgesackt.
selbst das Weltraumprogramm haben sie de facto eingestellt

Selbst die Hochhäuser haben kein echtes Format mehr.

Es gab Zeit und Staaten, wo man aus der Not eine Tugend gemacht hat. Die weltbekannte Brücke in sidney (der Kleiderbügel) wurde als ABM initiiert.

Warum startet die USA jetzt nicht ein Programm, um den Mond zu besiedeln? Oder möchten die UFO's das nicht?

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