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12.06.2014

14:11 Uhr

Wachstumsprognose

Experten erwarten Hochkonjunktur in Deutschland

Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft sind gut: Der Aufschwung gewinnt an Fahrt, die Arbeitslosigkeit sinkt und die Löhne steigen, sagen Ökonomen voraus. Sorgen bereitet ihnen jedoch die Geldschwemme im Euro-Raum.

Die Kieler Experten warnen vor der ultralockeren Geldpolitik der EZB. dpa

Die Kieler Experten warnen vor der ultralockeren Geldpolitik der EZB.

KielDie deutsche Wirtschaft steuert nach Expertenansicht auf eine Phase der Hochkonjunktur zu. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) hat seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr von 1,9 auf 2,0 Prozent angehoben. Für das kommende Jahr sei unverändert mit einem Plus von 2,5 Prozent zu rechnen, teilte das IfW am Donnerstag in Kiel mit. Zusätzlich zu den anziehenden Investitionen der Unternehmen werde der private Verbrauch angesichts wieder kräftiger steigender Einkommen spürbar zunehmen, heißt es in der Analyse.

Zugleich warnen die Kieler Experten vor Gefahren durch die ultralockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Stabilitätsrisiken für den Euroraum würden steigen, weil die Geldpolitik im Begriff sei, ihre Möglichkeiten zu überschätzen. Zwar würden von der Leitzinssenkung wohl keine nennenswerten Effekte auf die Konjunktur ausgehen. Mit immer neuen Liquiditätsspritzen drohe die EZB jedoch mehr neue Probleme zu schaffen als sie löse. Die Ursachen für die Krise in Europa seien „nicht mit monetären Manövern zu bewältigen“.

Das Institut forderte mehr Ehrgeiz von der Politik. Sonderfaktoren wie das derzeitige Zinstief ließen den Kurs der Finanzpolitik solider erscheinen als er sei. Unzureichende Sparanstrengungen gepaart mit wachstumsfeindlichen Plänen wie dem Mindestlohn, der Frühverrentung und der Energiepolitik erhöhten die Stabilitätsrisiken in Deutschland.

Größte Volkswirtschaften 2013 - 2028

Rang 10

2013
Kanada
1,8 Billionen Dollar
2028
Kanada
3,7 Billionen Dollar
Quelle: CEBR. Angaben beziehen sich auf das geschätzte Bruttoinlandsprodukt

Rang 9

2013
Italien
2,1 Billionen Dollar
2028
Mexiko
3,7 Billionen Dollar

Rang 8

2013
Russland
2,1 Billionen Dollar
2028
Russland
4,1 Billionen Dollar

Rang 7

2013
Brasilien
2,2 Billionen Dollar
2028
Großbritannien
4,3 Billionen Dollar

Rang 6

2013
Großbritannien
2,65 Billionen Dollar
2028
Deutschland
4,3 Billionen Dollar

Rang 5

2013
Frankreich
2,7 Billionen Dollar
2028
Brasilien
5,1 Billionen Dollar

Rang 4

2013
Deutschland
3,6 Billionen Dollar
2028
Japan
6,4 Billionen Dollar

Rang 3

2013
Japan
5 Billionen Dollar
2028
Indien
6,6 Billionen Dollar

Rang 2

2013
China
8,9 Billionen Dollar
2028
USA
32,2 Billionen Dollar

Rang 1

2013
USA
16,7 Billionen Dollar
2028
China
33,5 Billionen Dollar

Positiv schätzt das IfW die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ein. Der Beschäftigungsaufbau setze sich beschleunigt fort, auch weil die hohe Zuwanderung den Alterungseffekten hierzulande entgegenwirke. Zugleich werden die Nettolöhne der Prognose zufolge im kommenden Jahr so stark steigen wie seit 1991 nicht mehr.

Nach zweijähriger Schwächephase ziehen der Prognose zufolge schon 2014 die Investitionen der Unternehmen wieder kräftig an. Die Ausgaben der Firmen dürften stark von Kapazitätserweiterungen geprägt sein „und gegen Ende nächsten Jahres das Vorkrisenniveau erstmals überschreiten“.

Von

dpa

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

12.06.2014, 14:37 Uhr

"... hat seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr von 1,9 auf 2,0 Prozent"

Ic lach mich weg, Experten lesen wieder im Kaffeesatz, der mit neuen Rundungsmethoden bearbeitet wird

Account gelöscht!

12.06.2014, 14:38 Uhr

Sag ich doch !

Deutschland ist das Paradies auf Erden - natürlich nur für die, die auch etwas leisten wollen. Hier lässt es sich richtig geil Kohle scheffeln und das Vermögen auf einen neuen Level hieven, vor allem dank EU und der eierlegenden Wollmilchsau Euro. Beides sind ein Segen, und der Euro ist Wohlstandsbringer und ökonomische Goldgrube zugleich.

Uns geht es als hochqualifizierte Leistungsträger trotz 6-stelligen Beträgen im Jahr ans FA so gut wie noch nie.

Ich liebe das Leben und das Arbeiten in der geographischen Mitte der Vereinigten Staaten von Europa genauso wie die Zweisamkeit mit meiner schönen jungen Muse in meinem Zweitwohnsitz an der Cote d´Azur. So einfach ist das. Over and out !

Hoch lebe das vereinigte Europa. Viva Europa !

Account gelöscht!

12.06.2014, 15:02 Uhr

Der Euro ist für die deutsche Wirtschaft das größte Subventionsprogramm auf Kosten der deutschen Steuerzahler. Deshalb sind die DAX-Konzerne so scharf auf den Euro. Und für mich beispielsweise ein Grund, nie wieder ein Auto von BMW, Daimler, Audi, etc. zu kaufen...

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