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17.06.2015

11:57 Uhr

Wachstumsprognose

Ifo-Institut erwartet kräftigen Aufschwung

Das Ifo-Institut korrigiert seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr: Die deutsche Wirtschaft wird nach Ansicht der Münchener Ökonomen um 1,9 Prozent zulegen – die Zahl der Erwerbstätigen auf ein Rekordhoch steigen.

Das Institut zeigt sich optimistisch für die deutsche Wirtschaft. dpa

Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn

Das Institut zeigt sich optimistisch für die deutsche Wirtschaft.

BerlinDas Ifo-Institut rechnet in diesem Jahr mit einem stärkeren Wachstum der deutschen Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte statt der bislang erwarteten 1,5 Prozent nun um 1,9 Prozent zulegen, teilten die Münchner Ökonomen am Mittwoch mit. 2016 sollen es dann 1,8 Prozent sein.

„Die deutsche Wirtschaft befindet sich derzeit in einem kräftigen Aufschwung“, sagte Konjunkturexperte Timo Wollmershäuser. „Der private Konsum bleibt die Stütze des Aufschwungs, da die Einkommensperspektiven der privaten Haushalte aufgrund der weiter verbesserten Arbeitsmarktlage gut sind.“

Die Zahl der Erwerbstätigen soll kontinuierlich steigen und im kommenden Jahr mit durchschnittlich 43,1 Millionen ein Rekordniveau erreichen. Das wären etwa 500.000 mehr als im vergangenen Jahr. Die Arbeitslosenquote soll in diesem Zeitraum von 6,7 auf 6,0 Prozent sinken.

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Das dürfte für eine anhalte gute Kauflaune sorgen. „Auch die Unternehmensinvestitionen werden in einem extrem günstigen Finanzierungsumfeld weiter expandieren“, sagte Wollmershäuser.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr Heino Ewerth

18.06.2015, 16:13 Uhr

Was soll die "Schönschreiberei" ausgerechnet von Herrn Professor Sinn? Wer alleine dem Herren noch folgt, könnte am Ende genauso schlau sein, als wäre man gleich Analphabet geblieben. Die Mehrheit der internationalen Ökonomen können nur noch den Kopf schütteln über soviel Unsinn.
Meine Vorhersage aus der Glaskugel stimmt mit der IfO-Prognose nicht überein. Die Feststellung von IfO in Dresden, Sachsen, dass “…die Industrie skeptisch, der Handel höchst unzufrieden seien und die Ergebnisse der Umfrage von Mai 2015 einer Katastrophe gleichen (in Sachsen)…”, dürfte auch für viele Bundesländer zutreffen. Die politische Großwetterlage, die verfehlte Euro-Politik, das vorsätzliche Abschnüren der Russland-Exporte werden ihre negative Wirkung zeigen, da hilft auch kein Schönschreiben der unfähigen Regierungspolitik.

Herr Frank M. Foerster

19.06.2015, 14:19 Uhr

Liebe HANDELSBLATT-Redaktion -

es ist ja durchaus nett von Ihnen, in regelmäßigen Abständen immer mal wieder das Ifo-Institut unter der Leitung von Prof. Sinn zu Wort kommen zu lassen mit seinen meist positiven Prognosen für die zukünftige Wirtschaftsentwicklung in diesem unserem Lande.

Und es mag auch unter journalistischem Aspekt eine durchaus spannende wie verdienstvolle Sache sein, auf diese "Expertisen" hinzuweisen. Besonders im Hinblick auf die leicht recherchierbaren Informationen über die Haupt-Geldgeber des IFO-Instituts. Dies böte dann eine geradezu ideale Steilvorlage für eine Enthüllungsstory nach gutem, investigativen Journalismus - zum Beispiel unter der Headline: "Wes‘ Geld ich nehm, des Lied ich sing - die gekauften Expertisen des Ifo-Institutes".

Dass aber auch von Ihrem in Wirtschaftsfragen durchaus kompetenten Blatt die Ergebnisse dieses Ifo-Institutes immer und immer wieder als ultima ratio der wirtschaftlichen Analyse (und das auch noch völlig unkommentiert) verkauft werden - das enttäuscht mich schon etwas.

Insbesondere, da auch Ihnen nicht entgangen sein dürfte, dass die sonnigen Prognosen spätestens einige Tage später unter dem Eindruck verlässlich ermittelter monatlicher Statistikdaten meistens wie ein unsolides Kartenhaus in sich zusammenstürzen.

Diese "Erkenntnisse" des Ifo-Institutes stehen daher für ein gutes Beispiel für geschäftstüchtige und clever gemachte Lobbypolitik (will man es positiv sehen) oder - nomen est omen - für einen inhaltlich völligen "Un-Sinn" (will man es realistischer sehen). Nicht weniger – aber auch nicht meh.

Darauf hinzuweisen wäre auch mal im HANDELSBLATT wert, oder?

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