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17.04.2017

10:28 Uhr

Wachstumszahlen

China wächst stärker als erwartet

Die chinesische Wirtschaft ist im ersten Quartal so stark gewachsen wie seit anderthalb Jahren nicht mehr. Das lag vor allem an staatlichen Investitionen, doch diese sind mit beträchtlichen Risiken verbunden.

Die chinesische Wirtschaft ist im ersten Quartal deutlich stärker gewachsen als erwartet. dpa

Der Hafen von Qingdao

Die chinesische Wirtschaft ist im ersten Quartal deutlich stärker gewachsen als erwartet.

PekingDie chinesische Wirtschaft ist zu Jahresbeginn überraschend kräftig gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von Januar bis März binnen Jahresfrist um 6,9 Prozent zu, wie aus amtlichen Daten am Montag hervorging. Das ist ein Tick mehr als im Vorquartal und von Experten erwartet. Es war zudem das stärkste Plus seit dem dritten Quartal 2015. Dabei profitierte die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt von staatlichen Investitionen in die Infrastruktur. Auch der Bauboom kurbelt die Wirtschaft an. Allerdings rechnen Experten mit einer Abkühlung des Wachstums im Jahresverlauf, weil Konjunkturhilfen auslaufen und die Behörden verstärkt gegen eine Überhitzung des Immobilienmarktes vorgehen. Auch die steigende Verschuldung und die Gefahr eines Handelskrieges mit den USA unter dem neuen Präsidenten Donald Trump könnten den Exportweltmeister belasten.

Zahlen und Fakten zu China

Bevölkerung

China ist mit 1,38 Milliarden Menschen das bevölkerungsreichste Land der Erde.

Fläche

Auf einer Fläche von rund 9,5 Millionen Quadratkilometern ist China in 22 Provinzen und fünf Autonome Regionen gegliedert.

Sonderverwaltungszonen

Dazu kommen die beiden Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macau.

Hauptstadt

Die Hauptstadt des Reichs der Mitte ist Peking. Dort allein leben mehr als 20 Millionen Menschen – und das sind nur die offiziellen Zahlen.

Han und Minderheiten

Die große Mehrheit der Bevölkerung sind Han-Chinesen (91,6 Prozent), dazu kommen 55 Minderheiten.

Religion

Rund ein Fünftel der Bevölkerung hängt Volksreligionen an, dazu kommen sechs Prozent Buddhisten und 2,4 Prozent Muslime.

Stadt und Land

Mit 749 Millionen Menschen lebt die Mehrheit der Bürger (55 Prozent) in Städten.

Die Konjunktur in China kühlt nach Jahren des Booms mit teils zweistelligen Zuwachsraten bereits seit geraumer Zeit ab. Für dieses Jahr erwartet die Regierung ein Wachstum von 6,5 Prozent, nachdem es 2016 mit 6,7 Prozent das kleinste Plus seit 26 Jahren gab. Diese Abschwächung nimmt die Führung in Peking bewusst in Kauf, weil sie die Wirtschaft umbauen und nachhaltiger gestalten will. Die Abhängigkeit vom Export soll verringert, der Binnenkonsum gestärkt und der Kampf gegen die massive Umweltverschmutzung forciert werden. Zudem sollen Überkapazitäten in der Stahl- und Kohle-Industrie abgebaut und nicht rentable Unternehmen geschlossen werden.

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