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15.06.2013

16:19 Uhr

Währungsfonds

Schäuble fordert langfristig IWF-Rückzug aus Europa

Der Finanzminister will auf lange Sicht auf die Hilfe des IWF in der Euro-Krise verzichten. Der Währungsfonds sei nicht gegründet worden, um Europa zu unterstützen, so Schäuble. Zudem lobte er die Expertise des IWF.

Finanzminister Wolfgang Schäuble hält es für sinnvoll, dass sich der IWF langfristig wieder seinen Kernaufgaben und nicht der Euro-Krise widmet. dpa

Finanzminister Wolfgang Schäuble hält es für sinnvoll, dass sich der IWF langfristig wieder seinen Kernaufgaben und nicht der Euro-Krise widmet.

Frankfurt/MainBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat sich langfristig für einen Rückzug des Internationalen Währungsfonds (IWF) aus seinem Engagement in der Euro-Krise ausgesprochen. Der IWF sei nicht gegründet worden, „um dauerhaft Europa unter die Arme zu greifen“, sagte Schäuble der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Er gehe davon aus, dass der IWF sich nach Abschluss der Rettungsprogramme in der Eurozone wieder auf seine Kernaufgaben konzentrieren werde. Die Beteiligung des Währungsfonds an der Griechenland-„Troika“ sei allerdings richtig. „Keine andere Institution hat eine solche Expertise bei Staatsschuldenproblemen und Reformprogrammen.“

Ähnlich hatte sich bereits der Chef des Euro-Krisenfonds ESM, der Deutsche Klaus Regling, geäußert und gleichzeitig den IWF für seine jüngste Einschätzung der bisherigen Griechenland-Hilfen kritisiert. Auch EU-Kommissionschef José Manuel Barroso hatte vor Journalisten in Brüssel erklärt, dass es in der EU und der Euro-Zone ausreichende technische und finanzielle Ressourcen gebe, um Rettungsprogramme in Zukunft auch selbst zu stemmen. Die Troika aus EU, IWF und Europäischer Zentralbank (EZB) solle bei den laufenden Hilfsprogrammen aber bestehen bleiben.

Von

dpa

Kommentare (20)

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sholb

15.06.2013, 16:36 Uhr

Nach Abschluss der Rettungsprogramme? Wenn Deutschland pleite ist?

Micha

15.06.2013, 16:47 Uhr

Was braucht Europa den IWF? Europa hat doch den Deutschen Zahlmichl! Der gibt Gelder und Garantien viel einfacher und ohne große Nachfragen und Auflagen!

IronimusBosch

15.06.2013, 16:57 Uhr

Auch EU-Kommissionschef José Manuel Barroso hatte vor Journalisten in Brüssel erklärt, dass es in der EU und der Euro-Zone ausreichende technische und finanzielle Ressourcen gebe, um Rettungsprogramme in Zukunft auch selbst zu stemmen.
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Das sehe ich aber auch so, Herr Barroso (reimt sich sogar!)

Ich denke auch, dass es Zeit wird, dass die korrupten Bankrotteure aus dem Süden Europas endlich einmal Gelegenheit gegeben werden sollte, die fehlenden Milliarden Euros, die vom IWF nach dessen Rückzug nicht mehr zur Verfügung stehen, selber zu stemmen - darüber hinaus natürlich auch die Hilfen der EU und der EZB.

Die eigenverantwortliche und dauerhafte Schuldentragfähigkeit zu garantieren, erfordert viel Arbeit; eine Arbeit, die den Bankrotteuren sicher sehr viel Spaß und Befriedigung bescheren wird, wenn sie sehen, dass sie auf die Troika vollständig verzichten können.

Also: Packt es endlich an, ihr Penner!

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