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23.05.2013

10:36 Uhr

Währungsunion

Euro-Zone findet nicht aus der Rezession

Die Währungsunion steckt in der längsten Rezession ihrer Geschichte: Das Bruttoinlandsprodukt sank bereits das sechste Quartal in Folge. Auch wegen der Flaute in Deutschland findet die Euro-Zone nicht aus der Rezession.

Die Währungsunion findet keinen Weg aus der Krise. dapd

Die Währungsunion findet keinen Weg aus der Krise.

BerlinDie Euro-Zone findet auch wegen der Flaute in Deutschland nicht aus der Rezession. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft der Währungsunion stieg im Mai zwar um 0,8 auf 47,7 Punkte, wie das Markit-Institut am Donnerstag zu ihrer Umfrage unter Tausenden Industrie- und Dienstleistungsfirmen mitteilte. Das Barometer verharrte aber deutlich unter der Marke von 50 Zählern, ab der Wachstum angezeigt wird. "Die Schwäche hat alle Länder im Griff: Deutschland stagniert, mit Frankreich geht es steil bergab, und auch die übrigen Länder stecken weiter in Besorgnis erregendem Ausmaß in der Krise", sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson.

Die Währungsunion steckt in der längsten Rezession ihrer Geschichte: Das Bruttoinlandsprodukt sank im ersten Quartal um 0,2 Prozent und damit bereits das sechste Quartal in Folge. Es dürfte von April bis Juni "ähnlich stark schrumpfen", sagte Williamson voraus.

Das Barometer für die Industrie kletterte um 1,1 auf 47,8 Punkte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten 47,0 Zähler erwartet. Das Dienstleistungsindex stieg um 0,5 auf 47,5 Punkte, während Ökonomen 47,2 Punkte vorausgesagt hatten. In beiden Sektoren gingen die Aufträge erneut zurück, in der Industrie allerdings nicht mehr so stark wie zuletzt.

Wege aus der Krise

Drei Jahre Eurokrise – ein Rückblick

Wege aus der Krise: Drei Jahre Eurokrise – ein Rückblick

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Die Unternehmen strichen den 17. Monat in Folge Stellen - und zwar mehr als im März und April. "Ausschlaggebend hierfür war die anhaltende Auftragsflaute", hieß es. Die Verkaufspreise wurden gesenkt - in der Industrie sogar so stark wie seit Januar 2010 nicht mehr. "Ein untrügliches Kennzeichen dafür, wie ausgeprägt die Nachfrageschwäche derzeit ist", sagte Williamson.

Markit zufolge gibt es auch ein Hoffnungszeichen. Außerhalb von Deutschland und Frankreich fielen die Wachstumseinbußen so gering aus wie zuletzt im Juli 2011. Die seien "erste Anzeichen einer Milderung", sagte Williamson.

Von

rtr

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

23.05.2013, 11:15 Uhr

Wie merkwürdig...

Nachdem überall alles Geld abgesaugt wird, fragt man sich eben: WER soll den noch kaufen?

Das Geld fließt aus dem Bereich Konsum und Realwirtschaft weg in dunkle Kanäle (WER wird wirklich gerettet? Die Banken sind nur Organisationen) und landet bei den Inhabern von Kapitalforderungen, als totes Geld.



"Dieses Finanzsystem kann nicht mehr "stabilisiert" werden. Es ist so hoffnungslos bankrott, daß es als ganzes einem geordneten Insolvenzverfahren - nach dem strikten Glass-Steagall-Standard der Trennung zwischen Geschäftsbanken- und Investmentbankaktivitäten -unterzogen werden muss. ... Alleine die Derivatpositionen der Deutschen Bank liegen dem Vernehmen nach in einer Größenordnung von 60-70 Billionen Euro.

Wer soll eine "Kapitallücke" dieser Größenordnung jemals schließen? "

Quelle: BUESO.de

Tabu

23.05.2013, 11:25 Uhr

Der Euro kam zu früh,so Chris Williamson vor Jahren.
Sprach von politischem Staatsversagen der
handelnden Akteure.Auch das die eilig meist
kopflosen Regularien inmitten der Krise
den Markt noch zusätzlich destabilisieren.
Der Wirtschaftsraum EU wurde zum Spielball,
von Utopisten..Ein Experimentierfeld mit der
Masse Mensch..
Der Himmel wird nicht einfallen, wenn der Euro
verschoben wird,meinte der damalige BUBA-präsident
im Jahre 1998..
Einhaltung der Maastrichter Kriterien sei das wichtigste,
überhaupt"
Gehör fand er,wie einige wenige,jedenfalls nicht.
15 Jahre nach seinem Appell,guckt man mit Grausen,
auf dieses Flickwerk von Betrug und der Plünderung
des Volksvermögens.
Das Blindengeld,wurde als erstes gestrichen..wer streicht
den Blinden Verblendeten ihre mtl.Pfründe aus der
Staatskasse.

Account gelöscht!

23.05.2013, 12:50 Uhr

Das ist die Folge der Gemeinschaftswährung.

Die Gemeinschaftswährung nimmt der europäischen Wirtschaft die Flexibilität. Die Rezession kann nur durch die währungstechnische Abkopplung der Währungen untereinander beendet werden. Dazu müssen nationale Währungen wiedereingeführt werden. Anders kommt die Wirtschaft nicht in Schwung.

Ob ein Nord-Euro und ein Süd-Euro helfen, darf bezweifelt werden. Die Leistungsbilanzen innerhalb dem Nord-Euro oder dem Süd-Euro sind sehr unterschiedlich. Das bedeutet, dass die Teilnehmerstaaten im Süd-Euro-Raum den makroökonomischen Reibungskräften weiter ausgesetzt wären. Die Tendenz zeigt in Richtung nationaler Währungen.

Obwohl alle Verfassungsrichter in Karlsruhe über die volkswirtschaftlichen Schäden in Deutschland durch die Einführung des Rettungsschirms ESM aufgeklärt wurden, wurde der Rettungsschirm ESM als europäischer Länderfinanzausgleich in XXL Größe vom Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe abgesegnet.

Der Euro ist kein Friedensbringer, er versklavt die Bevölkerungen, vernichtet die Souveränitäten der einzelnen Länder und ist ein wahrer Kriegstreiber. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann der Euro-Raum zerfällt. Und die Banker sollen lückenlos erklären, wo die verschenkten Milliarden geblieben sind. Was wurde mit den Milliarden gemacht? Das ist die Aufgabe der BaFin dies aufzuklären. Die BaFin wird wohl bezahlt um nichts zu tun!!! Steuersünder jagen genügt nicht!!!

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