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16.04.2013

14:32 Uhr

Wegen Benzinpreisen

Inflation der Euro-Zone sinkt weiter

Den Benzinpreisen sei dank ebbt die Inflation in der Euro-Zone immer weiter ab. Die Jahresteuerung ist auf den tiefsten Stand seit August 2010 gefallen. Die EZB sieht sich in ihren Preiszielen bestätigt.

Ein Geldbeutel mit Euro-Münzen. Die Inflation geht weiter zurück. dpa

Ein Geldbeutel mit Euro-Münzen. Die Inflation geht weiter zurück.

Brüssel/BerlinDie Inflation in der Euro-Zone ist wegen sinkender Benzinpreise auf dem Rückmarsch. Die Jahresteuerung fiel im März auf 1,7 Prozent und damit auf den tiefsten Stand seit August 2010, wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag mitteilte.

Im Februar waren es noch 1,8 Prozent. Tanken verbilligte sich binnen Jahresfrist um 2,4 Prozent. Telefonieren sowie Surfen im Internet kostete rund 5,5 Prozent weniger als im April 2012.

Konjunkturprognosen der vergangenen Monate

DIHK

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) geht von einem Wachstum von 0,3 Prozent aus. Bislang waren 0,7 Prozent erwartet worden. "Der Aufschwung in Deutschland ist vorerst verschoben", sagte Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. "Die Unternehmen schätzen ihre Lage deutlich schlechter ein als zu Beginn des Jahres." Für 2014 geht das DIHK von einem Wachstum von mehr als einem Prozent aus.

BDI

Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo, rechnet mit robustem Wachstum von bis zu 0,8 Prozent. Er ist damit weit optimistischer als die Bundesregierung.

Bundesregierung

Die Bundesregierung geht für 2013 von einem Wachstum von 0,4 Prozent aus.

Sachverständigenrat

Genau wie die Bundesregierung rechneten auch die "fünf Weisen" aus dem Sachverständigenrat zuletzt mit einem Wachstum von 0,8 Prozent. Wegen des starken Einbruchs im vierten Quartal 2012 haben sie den Wert jedoch auf 0,3 Prozent mehr als halbiert.

RWI

Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung rechnet für 2013 mit einem Wachstum von 0,3 Prozent. Im Vergleich zur Herbstprognose wurde die Schätzung um 0,7 Punkte zurückgenommen.

Internationaler Währungsfonds

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sagt für 2013 ein Plus von 0,3 Prozent voraus. Im Oktober 2012 war er für 2013 noch von einem Wachstum von 0,9 Prozent ausgegangen.

EU-Kommission

Zum Lager der Optimisten gehört die EU-Kommission. Für Deutschland erwartet sie 2013 ein Wachstum von 0,5 Prozent. Das ist besser als die Erwartung für den Euroraum. Hier rechnet sie sogar mit einem Rückgang von 0,3 Prozent. Grund für die langsame Entwicklung sind die schlechte Binnennachfrage einiger Länder und große konjunkturelle Unterschiede zwischen den EU-Mitgliedstaaten.

Bundesbank

Die Deutsche Bundesbank rechnet in ihrem Monatsbericht vom Dezember für 2013 mit einem Wachstum von 0,4 Prozent. 2014 soll dies auf 1,9 Prozent steigen.

DIW

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet für 2013 mit einem Wachstum von 0,7 Prozent. Damit hat es seine Erwartungen nach unten korrigiert. Zuvor war es von einem Plus von 0,9 Prozent ausgegangen. Für 2014 rechnet das DIW mit einem Wachstum von 1,6 Prozent.

Ifo-Institut

Das Münchner Ifo-Institut geht für 2013 von einem Wachstum von 0,7 Prozent aus. Die Spanne der Schätzung reicht von minus 0,6 bis plus 2,0 Prozent.

Damit herrscht weitgehend Preisstabilität, die die Europäische Zentralbank (EZB) bei Werten von knapp unter zwei Prozent gewährleistet sieht. Die abebbende Inflation erhöht den Spielraum der EZB, die Zinsen vom Rekordtief von 0,75 Prozent wegen der Konjunkturflaute erneut zu senken. EZB-Präsident Mario Draghi hatte sich jüngst ein Hintertürchen offengelassen, um die Geldpolitik weiter zu lockern.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Gast

16.04.2013, 15:48 Uhr

Sprit kostet bei mir immer noch das selbe wie vor einem Monat und auch vor einem Jahr. Mit wenigen Ausnahmen nach unten und nicht ganz so Wenigen nach oben (dank Urlaubszeiten).

Wo, in D, ist denn momentan günstig an Sprit ranzukommen?

Account gelöscht!

16.04.2013, 19:57 Uhr

Ja klar, vor allem beim Lotto-Spiel....
Über 30% Beitragserhöhung ab dem 04.05.2013.
Pro Kästchen statt € 0,75 dann € 1,00 - Irgendwo müssen die verplemperten EURO-Milliarden zur Rettung der europäischen Pleitewährung doch wieder reingeholt werden.
Das nennt sich dann abnehmende Inflation....
....keine Wunder, daß weiter abwärts geht...bei solchen Rechengenies....hahahahahahaha Ich lach mich weg, Benzinpreise sinken...hahahaha aber die Fressalien werden immer teurer und Strom und Gas, die Benzinpreise kann man selber reduzieren, indem man unnötige Fahrten unterläßt, bis noch mehr Tankstellen schließen müssen, aber nichts mehr essen????? oder frieren oder im Dunkeln sitzen -
Die EZB sieht sich bestätigt, die EZB - Europäischer Zentral Beschiss!

Drust

17.04.2013, 14:29 Uhr

Nichts wird mehr manipuliert als die Inflationsrate. Wer seinen eigenen Bedarf rechnet, ihn ein Jahr aufzeichnet, der landet bei 7 - 8 % Inflation. Der manipulierte Warenkorb der Politik entspricht nicht dem Verbrauch der Familien. Er soll verschönern. Gott sei Dank glauben vie meisten Bürger den Zahlen nicht mehr. Der Euro hat vieles verteuert und vor allem entwertet. Darum dürfte die AfD, Anti-Euro-Partei, große Chancen haben, das Politikfeld umzugraben. Es wird höchste Zeit.

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